Einschlägig vorbestraft Emsländer muss nach Einbruchdiebstahl ins Gefängnis

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Das Schöffengericht am Amtsgericht Papenburg verurteilte einen 33-Jährigen wegen Einbruchdiebstahls zu einer einjährigen Haftstrafe. Foto: Maike Plaggenborg/ArchivDas Schöffengericht am Amtsgericht Papenburg verurteilte einen 33-Jährigen wegen Einbruchdiebstahls zu einer einjährigen Haftstrafe. Foto: Maike Plaggenborg/Archiv

Papenburg. Das Schöffengericht am Amtsgericht Papenburg hat einen 33-jährigen Mann zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Der einschlägig vorbestrafte Angeklagte aus dem nördlichen Emsland hatte während seiner laufenden Bewährungszeit einen Einbruch mit Diebstahl begangen.

Nach einem Geständnis des Angeklagten sah es das Gericht  als erwiesen an, dass der 33-Jährige im Frühjahr 2018 durch ein offenes Fenster in eine Privatwohnung eingestiegen war und Gegenstände im Wert von etwa 200 Euro gestohlen hatte. Daraufhin sprach das Gericht eine Freiheitsstrafe von einem Jahr aus. Diese ist im Fall von „Wohnungseinbruchdiebstahl“ als Mindeststrafe gesetzlich festgelegt.

Zum Tatzeitpunkt stand der Angeklagte unter erheblichem Alkoholeinfluss, wie die Polizei durch einen Alkoholtest feststellen konnte. Im Rausch war der 33-Jährige in das Zimmer eines Bekannten gestiegen, mit dem er sich zuvor gestritten hatte. Die Beute versteckte der Mann in der angrenzenden Wohnung seiner damaligen Freundin. Dort nahm ihn die Polizei wenige Zeit später in Gewahrsam. Streitfall, Trunkenheit und die von der Bewährungshelferin angeführte „positive Entwicklung“ des Angeklagten veranlassten das Gericht dazu, die Strafe beim Mindestmaß von einem Jahr zu belassen.

26 Einträge im Strafregister

Aufgrund des umfangreichen Vorstrafenregisters des Angeklagten kam eine Strafaussetzung auf Bewährung für das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsdirektor Gerhard Többen nicht in Betracht. Insgesamt 26 Einträge umfasste das Register des Angeklagten - unter anderem wegen Körperverletzung, unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln, Sachbeschädigung und Trunkenheit im Straßenverkehr. Zudem war der Einbruchdiebstahl bereits die dritte Tat, die der 33-Jährige im Laufe seiner mehrfach verlängerten Bewährungszeit begangen hatte.

„Das ist jetzt die dritte Tat innerhalb der offenen, laufenden Bewährung. Irgendwann ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Eine erneute Bewährungsstrafe wäre nicht mehr vermittelbar gewesen“, erläuterte Többen das Urteil. 

Der Angeklagte hatte zuvor auf eine mildere Bestrafung gehofft. Er betonte wiederholt, wie sehr er die Tat bereue und dass es sich um eine große Dummheit gehandelt habe. „Sie sagen selber, dass es eine Dummheit war. Aber Dummheit schützt nun mal vor Strafe nicht“, so Többen weiter. Der Angeklagte hat nun die Möglichkeit, innerhalb von einer Woche in Berufung zu gehen.



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