Auftakt zur Blumenschau Schüler referieren in Papenburg über ökologischen Fußabdruck

Von Michael Sterk

In den Berufsbildenden Schulen in Papenburg haben Schüler, Politiker und Unternehmer an einem Treffen zum Thema fairer Handel teilgenommen. Anlass war der Auftakt zur Blumenschau, die im Sommer 2019 in Papenburg stattfindet. Foto: Michael SterkIn den Berufsbildenden Schulen in Papenburg haben Schüler, Politiker und Unternehmer an einem Treffen zum Thema fairer Handel teilgenommen. Anlass war der Auftakt zur Blumenschau, die im Sommer 2019 in Papenburg stattfindet. Foto: Michael Sterk

stmi Papenburg. In Deutschland ist der sogenannte ökologische Fußabdruck größer, als er sein dürfte. Darüber haben Schüler der Berufsbildenden Schulen (BBS) Ernährung und Hauswirtschaft in Papenburg referiert. Auch fairer Handel war dabei ein Thema. Die Veranstaltung fand als Auftakt zur Blumenschau statt, die im Sommer 2019 beginnt.

Die Blumenschau sei ein idealer Anlass, um über das Thema fairer Handel (Fair Trade) zu sprechen, sagte Heinrich Hövelmann, Ehrenbürgermeister der Stadt Papenburg. Umweltschutz sei damit eng verknüpft, da beide zum langfristigen Erhalt der Erde beisteuern. „Wir haben nur eine Erde und eine Schöpfung“, erinnerte er. Passend dazu haben die beiden Schüler der BBS – Patrick Walter und Alina Jansen – eine Präsentation zum Thema „Ökologischer Fußabdruck“ vorgestellt. Dieser gibt an, wie viel Hektar der Erde notwendig sind, um den Lebensstil eines einzelnen Menschen zu ermöglichen. Der ökologische Fußabdruck in Deutschland beträgt nach Angaben der Schüler fünf globale Hektar (gha) pro Person. Global gesehen liegt er bei 2,8 gha. Um einen optimalen Wert zu erreichen, müsse die Zahl jedoch auf 1,7 gha reduziert werden, erklärte Walter. In die Rechnung werden Kriterien wie die Ernährung, der Strom- und Wasserverbrauch oder auch das Fahrverhalten einer einzelnen Person mit einbezogen.

Ausbeutung mit fairem Handel verhindern

Zum fairen Handel sagte Hövelmann, dass dieser „eine Frage der Vernunft und Gerechtigkeit“ sei. Er erklärte, dass viele Unternehmen in ärmeren Ländern, wie es sie in Afrika gibt, arbeiten, um von den günstigen Arbeitskräften zu profitieren. Beim fairen Handel gehe es darum, Ausbeutung dieser Art zu verhindern.

Laut Petra Münchmeyer, die beim Wuppertaler Fair-Trade-Unternehmen Gepa für Kunden aus Kirche und Verbünde zuständig ist, kommt es beim fairen Handel besonders darauf an, dass die Händler die Arbeiter unterstützen. So erwirbt Gepa zum Beispiel Kaffeebohnen von Kleinbauern aus Afrika, mit denen eine langjährige Partnerschaft besteht, sagte Münchmeyer. Beim Handel werde besonderer Wert auf langfristige Beziehungen mit Vereinbarungen und gegenseitiger Beratung gelegt, sodass beide Seiten voneinander profitieren. Sie wies zudem daraufhin, dass „Fair Trade“ kein Qualitätssiegel sei, sondern lediglich die gerechte Behandlung aller Beteiligten garantiere.

Kommende Generation über fairen Handel informieren

Menschen fliehen auf der Suche nach Nahrung und Bildung aus ihrer Heimat, erklärte der Landtagsvizepräsident Bernd Busemann (CDU). Aufgrund dessen sei es durch den Kauf von Fair-Trade-Produkten jedem möglich, hungernden Menschen zu helfen. Es gehöre zum Bildungsauftrag dazu, kommende Generationen über Fair Trade zu informieren, so Busemann. Hövelmann pflichtete ihm bei. Ihmzufolge liege es an der Jugend, diese Idee fortzuführen. Dabei müsse auch der Planet selbst berücksichtigt werden, sodass die Fehler dieser Zeit in Zukunft nicht wiederholt werden.

Die Blumenschau findet in Papenburg in der Zeit von Anfang Juni bis Ende September am Hauptkanal und vom 17. Juli bis 5. August im Stadtpark statt. Dort sind 15 Themengärten vorgesehen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN