Wachsende Nachfrage Papenburger Ökohof St. Josef hat neues Kühlfahrzeug

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Schlüsselübergabe für das neue Kühlfahrzeugs durch Vertreter der Firma Bartels Nutzfahrzeuge an Vorstand und Mitarbeiter des Sozialen Ökohofs St. Josef. Foto: Klaus DieckmannSchlüsselübergabe für das neue Kühlfahrzeugs durch Vertreter der Firma Bartels Nutzfahrzeuge an Vorstand und Mitarbeiter des Sozialen Ökohofs St. Josef. Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. Der Soziale Ökohof St. Josef in Papenburg hat ein neues Kühlfahrzeug erhalten. Die Anschaffung des rund 59.000 Euro teuren Transporters, der am Freitag in Betrieb genommen wurde, finanzierte der Verein im Wesentlichen über Spenden.

Vorsitzender Winfried Nehe dankte bei der Übergabe des Wagens durch Vertreter der Dörpener Firma Bartels Nutzfahrzeuge allen Förderern, die zum Kauf des Kühlautos beigetragen hatten. Die Spendenaktion des Ökohofs in den beiden vergangenen Jahren habe die Finanzierung des dringend benötigten Transporters maßgeblich unterstützt. Den Restbetrag brachte der Ökohof aus Rücklagen auf. Eingesetzt wird das Kühlfahrzeug bei der Lieferung von Frischeerzeugnissen an die Naturkostgroßhandelsmärkte in Bremen und Oldenburg.

Bei einer Fahrt dorthin waren im Dezember 2015 zwei Mitarbeiter des Ökohofs bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückt. Sie waren mit dem Transporter auf der B 401 bei Esterwegen aus ungeklärter Ursache von der Straße abgekommen und gegen mehrere Bäume geprallt. Der 58-jährige Fahrer und sein 26-jähriger Beifahrer erlagen ihren schweren Verletzungen, schwangen bei der Übergabe des neuen Kühlfahrzeuges auch Erinnerungen an das tragische Ereignis vor gut drei Jahren mit.

Der Soziale Ökohof verzeichnet nach Darstellung von Geschäftsführer Bernd Jordan eine steigende Nachfrage nach Biolandprodukten sowohl in der hiesigen Region als auch seitens der benachbarten Großmärkte. Die Waren zeitnah und frisch anzuliefern, sei ein unabdingbares Qualitätsmerkmal. Gut 30 verschiedene Gemüsesorten werden auf dem Ökohof auf Freiland beziehungsweise in Gewächshäusern angebaut. Die Palette umfasst unter anderem Kartoffeln, Möhren, Radieschen, Zucchini, Pastinaken sowie diverse Kohlarten. Hinzu kommen Tomaten, Gurken, Paprika und Kräuter.

Rund 80 Prozent seiner Erzeugnisse vermarktet der Ökohof über den Naturkostgroßhandel. Regional verkauft er seine Produkte direkt über die Ökohofkiste sowie über die Lieferung von Schulobst.

Da auf allen Vermarktungswegen Nachfragen und Ansprüche gestiegen seien, plant der Biolandbetrieb laut Jordan Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen in den Bereichen Verpackung und Lagerung. Um das Vorhaben verwirklichen zu können, hat der Soziale Ökohof in Nachfolge zur Aktion für das Kühlfahrzeug eine Spendeninitiative für das Projekt „Verpackung/Logistik“ aufgelegt.

Vor 30 Jahren gegründet

Der Betriebsbereich soll in ein Gebäude auf den angrenzenden landwirtschaftlichen Hof umgegliedert werden. Vor zwei Jahren hatte der Soziale Ökohof in direkter Nachbarschaft zu seinem Standort an der Straße „Am Seitenkanal“ fünf Hektar landwirtschaftliche Fläche, ein Stallgebäude sowie eine Scheune erworben. Die ehemalige Stallung ist als neue Verpackung ins Auge gefasst. Dazu muss das Gebäude im Innern komplett erneuert werden. Zudem soll dort auch ein Kühlraum geschaffen werden.

Indessen blickt der Soziale Ökohof St. Josef in diesem Jahr auf sein 30-jähriges Bestehen zurück. Ins Leben gerufen wurde der Verein am 2. Mai 1989. Auf den Tag genau drei Jahrzehnte später soll denn auch am 2. Mai diesen Jahres eine Geburtstagsfeier auf dem Biolandbetrieb stattfinden. Das Programm für den Tag werde derzeit geplant, hieß es seitens des Vorstandes.


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