Zeichen gegen Plastikmüll Papenburger BBS-Schulkiosk führt Mehrwegbecher ein

Über den Einzug von Mehrwegbechern im BBS-Schulkiosk freuen sich (von links) Peter Peters, Julian Kontermann, Malte Röben, Bernd Reiners, Matthias Margraf, Sibylle Meyer und Anno Immenga. Foto: BBS PapenburgÜber den Einzug von Mehrwegbechern im BBS-Schulkiosk freuen sich (von links) Peter Peters, Julian Kontermann, Malte Röben, Bernd Reiners, Matthias Margraf, Sibylle Meyer und Anno Immenga. Foto: BBS Papenburg

pm/gs Papenburg. Der „Eine-Welt-Kiosk“ an den Berufsbildenden Schulen Papenburg geht beim Fairen Handel den nächsten Schritt. An dem Kiosk wird ein Pfand-Mehrwegbecher, der so genannte Fair-Cup eingeführt. Das Beispiel soll auch in Betrieben Schule machen.

Wie die BBS, Technik und Wirtschaft, in einer Presseerklärung mitteilen, stellte die Mitinitiatorin des Pfand-Mehrwegsystems Fair-Cup, Sibylle Meyer, das Projekt vor. Der tritt künftig als örtlicher Partner auf.

Seit Juni sind wir ,Fairtrade‘-Schule. Da passt es nicht, dass wir unseren Kaffee teilweise in Einwegbecher anbieten“ erläutern Anno Immenga und Bernd Reiners, die verantwortlichen Lehrer an den BBS Papenburg. Nachdem die Pädagogen von dem Fair-Cup-Projekt gehört hätten, hätten sie mit der Klasse und anschließend mit Meyer Kontakt aufgenommen.

Umweltbewusster und kostengünstiger

Die beiden Berufsfachschüler Kathrin Ohlendorf und Michel Welling, die als Moderatoren durch die Veranstaltung führten und deren Klasse auch den Eine-Welt-Kiosk betreibt, zeigen sich überzeugt von dem Produkt. „Wir möchten damit ein Zeichen setzen und zur Verringerung des Plastikmülls beitragen“, erklärt Ohlendorf. Die Mehrwegbecher sind nach Auffassung von Klassenlehrer Immenga „nicht nur nachhaltiger und umweltbewusster, sondern auch qualitativ hochwertiger und kostengünstiger“.

Betriebe sollen nachziehen

Zu der Veranstaltung waren außer weiteren Berufsfachschülern, die verschiedene Wirtschafts-Live-Projekte an der Schule durchführen, auch Michael Anneken, Obermeister der Bäckerinnung Aschendorf-Hümmling, und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Hermann Schmitz, eingeladen. BBS-Schulleiter Peter Peters zeigte sich zuversichtlich, dass Betriebe in Kooperation mit den BBS das Pfand-Mehrwegsystem einführen werden. „Es wäre ein Gewinn für uns alle“, sagte Peters.

Becher ist automatentauglich

Meyer zufolge ist der Fair-Cup automatentauglich. Schon jetzt laufe ein Modellversuch in Göttingen, wo das Projekt nach einem Bericht im „Göttinger Tageblatt“ allerdings zunächst wenig Akzeptanz fand, mit zwei großen Supermärkten sehr gut und sei um zwölf Monate verlängert worden. „Mit diesem Konzept können wir auf den Markt zusätzlich punkten, da unser Automatenhersteller schon jetzt 30.000 Standorte bundesweit hat“, so Meyer.

Hier könnten Kunden nicht nur mit einem Kaffee zum Mitnehmen (Coffee to go) einkaufen. Sie bekämen ihre Ware an den Frische-Theken im Fair-Cup verpackt. Nach dem Gebrauch könnten die gesammelten Becher über den Leergutautomaten beim nächsten Einkauf abgegeben und verrechnet werden.


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