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30.12.2018, 12:23 Uhr KOMMENTAR

Zur Debatte ums Silvesterfeuerwerk: Nicht bevormunden

Von Gerd Schade


Der erste Januar ist an vielen Orten der Tag mit dem höchsten Feinstaubwert des ganzen Jahres. Ärzte schlagen Alarm und rufen zum Feuerwerksverzicht auf.Symbolfoto: Ingo Wagner/dpaDer erste Januar ist an vielen Orten der Tag mit dem höchsten Feinstaubwert des ganzen Jahres. Ärzte schlagen Alarm und rufen zum Feuerwerksverzicht auf.Symbolfoto: Ingo Wagner/dpa

Papenburg. Die Debatte um weitergehende Verbote beim Silvesterfeuerwerk darf nicht zu einer Bevormundung führen. Ein Kommentar.

Sie ist so spannend wie ein Böller mit nasser Zündschnur: die Grundsatzdebatte um Sinn und Unsinn des Silvesterfeuerwerks, die seit Jahrzehnten kurz vor dem Jahreswechsel immer wieder aufflammt. Diesmal lohnt es sich aber, genauer hinzuschauen.

Zwar bleibt die Frage, ob weniger Knallerei ein Gewinn wäre, umstritten, wie die intensive Debatte um Feuerwerksverbote in diesem Jahr zeigt. Eine Bevormundung wäre jedoch der falsche Weg.

Mahnende Appelle zum maßvollen Umgang mit Feuerwerkskörpern werden auch zum Jahreswechsel 2018/19 hier und da auf taube Ohren stoßen. Die Folgen leichtsinnigen Umgangs dürften Rettungskräften, Feuerwehren und Polizei mal wieder zusätzliche Einsätze bescheren.

Weitergehende Verbote über die bestehende gesetzliche Grundlage hinaus ließen sich aber nahezu nicht kontrollieren – auch im Emsland nicht, wo viele Menschen ihr Feuerwerk lieben und sich die Freude am Brauchtum verständlicherweise nicht nehmen lassen wollen. Gleichzeitig darf weiterhin jeder frei für sich selbst bestimmen, aus guten Gründen aufs Böllern zu verzichten. Richtig so.


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