Kommt häufiger vor Seehund schwimmt Ems bis nach Herbrum hinauf

Bei der Herbrumer Schleuse steckte dieser Seehund seinen Kopf aus dem Wasser. Foto: Stefan FeimannBei der Herbrumer Schleuse steckte dieser Seehund seinen Kopf aus dem Wasser. Foto: Stefan Feimann

Herbrum. Bis zur Herbrumer Schleuse ist ein Seehund die Ems hinaufgeschwommen. Nach Einschätzung eines Experten ist das allerdings gar nicht so ungewöhnlich.

„Das kommt häufiger vor“, sagte Walter Schumann von der Seehundstation Norddeich am Donnerstag auf Anfrage unserer Redaktion. Stefan Feimann aus Aschendorf hatte den Seehund an Heiligabend vor der Herbrumer Schleuse entdeckt, als das Tier seinen Kopf mit den großen dunklen Augen aus dem Wasser steckte. 

Wie Schumann weiter erläuterte, dürfte es den Seehund auf der Suche nach Nahrung die Ems hinauf bis nach Herbrum verschlagen haben. Ein Problem sei dies für das Tier nicht. „Seehunde sind Gegenstromschwimmer und haben einen guten Orientierungssinn“, so Schumann. Demnach besteht kein Anlass zur Sorge, dass das Tier den Weg zur Nordsee nicht zurückfinden könnte.

Die Seehundsichtung bei Herbrum ist nicht die erste in diesem Jahr im nördlichen Emsland. Im August waren bei der Seehundstation mehrere Meldungen über eine Sichtung im Küstenkanal bei Börgermoor aufgelaufen. Bereits damals hatte es geheißen, dass es normal sei, dass es einen Seehund auch ins Binnenland verschlägt. In den allermeisten Fällen fänden die Tiere, die Geschwindigkeiten von bis zu 35 Kilometern pro Stunde erreichen, von alleine den Weg zurück in offene Gewässer finden. Experten empfehlen, den Tieren nicht zu nahe zu kommen, weil sie unnötigen Stress nicht vertragen würden.


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