Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ 2,26 Millionen Euro fließen nach Herbrum, Brual und Lehe


Herbrum/Lehe/Brual. Warmer Geldregen aus Hannover: Insgesamt 2,26 Millionen Euro fließen aus dem Förderprojekt „Kleinere Städte und Gemeinden“ in das Netzwerk „Aschendorf, Herbrum, Rhede und Lehe – gemeinsam aktiv für die Zukunft“.

Nach Mitteilung der Stadt Papenburg erhalten die vier Kommunen für das Jahr 2018 einen Zuschuss in Höhe von 2,26 Millionen Euro. Von diesem Projekt lassen sich der Verwaltung zufolge der Aktivtreff in Herbrum, das Mehrgenerationen-/Multifunktionshaus mit Gemeindegarten in Lehe sowie die Erweiterung des Gemeinschaftsraumes in Brual realisieren. Wie es in der Mitteilung weiter heißt, hat das Netzwerk bereits die weitere Vorgehensweise abgesprochen, um die Realisierung der Projekte schnellstmöglich in Angriff zu nehmen.

Demografischen Wandel gemeinsam angehen

Im Januar 2016 haben sich die beteiligten Kommunen auf den Weg gemacht, um die Herausforderungen des demografischen Wandels gemeinsam anzugehen. Es wurde ein Entwicklungs- und Handlungskonzept entwickelt und im Rahmen von Workshops unter Beteiligung der Öffentlichkeit die Handlungsfelder „Medizinische Versorgung/Pflege“, „Nahversorgung/Einzelhandel/Leerstand“, „Jugend/Familie“ und „Siedlungsentwicklung“ beleuchtet und dabei konkrete Maßnahmen und Projekte entwickelt. Für diese werden jährlich Fördergelder beantragt.

Bereits Zuschuss erhalten

Bereits im Jahr 2017 erhielt das Netzwerk einen Zuschuss in Höhe von rund 1,25 Millionen Euro. Hiervon sollen ein generationsübergreifender Spielplatz in Lehe, die Anpassung der Außenanlagen am Gemeindehaus in Neurhede sowie das Vereins- und Gemeinschaftszentrum in Rhede realisiert werden. Im Jahr 2016 wurde ein Zuschuss in Höhe von 30.000 Euro für die Erstellung des Entwicklungs- und Handlungskonzeptes bewilligt.

Auf Gelände der alten Molkerei

Wie die Verwendung des aktuellen Zuschusses in Lehe genutzt werden soll, erklärte Bürgermeister Johann Mardink im Gespräch mit unserer Redaktion. Auf dem Gelände der im August abgerissenen alten Molkerei an der Bundesstraße 70 soll ein Mehrgenerationenhaus mit Gemeindegarten entstehen. „Konkrete Pläne gibt es noch keine, da wir erst abgewartet haben, ob das Vorhaben eine Förderung erhält“, erklärt Mardink.

Eine Bauvoranfrage sei gleichwohl bereits erstellt und positiv beschieden worden. „Wir werden jetzt die Gespräche mit dem Projektierer intensivieren. Es wird aber noch eine Weile dauern, bis man an dieser Stelle etwas sieht“, so der Bürgermeister, der das Gesamtinvestitionsvolumen auf 850.000 Euro beziffert, von denen Zweidrittel gefördert werden.

„Lang gehegter Wunsch“ in Brual

Die Sanierung und der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses in Brual ist Rhedes Bürgermeister Gerd Conens zufolge ein „lang gehegter Wunsch.“ Er freut sich darüber, dass auch die Ortsteile von dem Förderprogramm profitieren. Deutlich wurde der Wunsch der Brualer nach einer Erweiterung des Dorfgemeinschaftshauses bei der Erarbeitung des „Emsland Dorfplans“ in der ersten Jahreshälfte. Als dringlichste Aufgabe für Brual stellte sich bei den Diskussionen in den Arbeitskreisen die Sanierung und der Umbau des Dorfgemeinschaftshauses heraus, das Ortsbürgermeisterin Adele Telgen zufolge „aus allen Nähten platzt“.

„Aktivtreff“ für Herbrum

In Herbrum soll indes aus der seit mehr als einem Jahr gesperrten Mehrzweckhalle ein „Aktivtreff“ werden. Die Pläne der Stadt Papenburg sehen einen Abriss der Mehrzweckhalle und den Neubau einer kleineren Turnhalle in gleicher Stelle vor. Die Gesamtkosten dafür liegen bei rund 2,1 Millionen Euro.


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