Erstmals Frau an der Spitze Marien-Hospital Papenburg ab 2019 unter neuer Führung

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Neue Geschäftsführerin des Marien-Hospitals in Papenburg wird Veronika von Manowski. Foto: Marien-HospitalNeue Geschäftsführerin des Marien-Hospitals in Papenburg wird Veronika von Manowski. Foto: Marien-Hospital

Papenburg. Erstmals rückt eine Frau an die Spitze des Marien-Hospitals in Papenburg. Neue Geschäftsführerin wird Veronika von Manowski (56). Das gab das Krankenhaus am frühen Abend bekannt.

Demnach wird von Manowski die Führung des Hospitals zum 1. Januar 2019 übernehmen. Wie es einer Pressemitteilung des Krankenhauses weiter heißt, verfügt die Diplom-Betriebswirtin über mehrjährige Führungserfahrung. Zuletzt sei sie acht Jahre als Geschäftsführerin des Herzogin-Elisabeth-Hospitals in Braunschweig tätig gewesen.

Davor arbeitete sie laut Mitteilung mehr als neun Jahre im Klinikum Wolfsburg als stellvertretende Krankenhausdirektorin und Leitung der Bereiche Finanzen, Organisation und EDV. Weitere Stationen seien die AOK Niedersachsen und das Klinikum Braunschweig gewesen. Einem 2016 veröffentlichten Porträt der „Braunschweiger Zeitung“ zufolge studierte von Manowski nach einer kaufmännischen Ausbildung Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Steuer- und Finanzwesen. Im Alter von 50 Jahren habe sie sich für ein Medizinrecht-Studium entschieden, das sie vor zwei Jahren mit dem Titel „Master of Law“ abschloss.

„Mit Veronika von Manowski gewinnt das Marien-Hospital Papenburg-Aschendorf eine sehr erfahrene Führungspersönlichkeit, die sich ausgezeichnet im Gesundheitswesen auskennt“, wird Ansgar Veer, Hauptgeschäftsführer der St.-Bonifatius-Hospitalgesellschaft Lingen, zu der das Marien-Hospital als Verbundkrankenhaus gehört, in der Mitteilung zitiert. „Sie konnte in den vergangenen Jahren in mehreren Kliniken Erfahrungen sammeln und wird das Marien-Hospital positiv voranbringen“, zeigt sich Veer überzeugt.

Mit von Manowski präsentiert das Papenburger Krankenhaus bereits zum zweiten Mal innerhalb eines Jahres eine neue Geschäftsführung. Der im Februar als Amtsnachfolger von Matthias Bitter vorgestellte Stefan Fischer verließ seinen Posten zwei Monate nach seinem offiziellen Dienstantritt im Juli überraschend wieder. Den gebürtigen Meppener zog es „aus persönlichen Gründen“ zurück an seine bisherige Wirkungsstätte in Hildesheim (St.-Bernward-Krankenhaus). Fischers Amtsvorgänger Bitter war nach sieben Jahren auf eigenen Wunsch in gleiche Funktion an das Christliche Krankenhaus Quakenbrück gewechselt. Seit Fischers Demission führt Veer übergangsweise die Geschäfte in Papenburg.

Derweil lässt die neue Geschäftsführerin in der Presseerklärung mitteilen, dass sie sich auf die neue berufliche Herausforderung freue. „Papenburg und das am Kanal gelegene Hospital passen zu mir“, so von Manowski.

Ab dem kommenden Jahr stehen in dem Krankenhaus diverse Umbauten an. Unter anderem werden die zentrale Notaufnahme verlegt und die Kardiologie erweitert. Zudem soll der spätere Eingangsbereich auf Höhe des derzeitigen Cafés verlegt werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen für die anstehenden Baumaßnahmen ist mit rund 7,6 Millionen Euro veranschlagt.

Weitere Projekte sind in Planung. Zuletzt hatte der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen einen Zuschuss in Höhe von insgesamt rund 36,7 Millionen Euro für Investitionen in das Marien-Hospital befürwortet.


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