Stadt erarbeitet Konzept Mit Elektrorollern leihweise auch durch Papenburg?

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Sein Konzept zur Vermietung von Elektrorollern stellte Mirko Lühn, hier auf einem E-Scooter vor der Lingener Emslandarena, jetzt auch in Papenburg vor. Foto: Rene Strickstrock/ArchivSein Konzept zur Vermietung von Elektrorollern stellte Mirko Lühn, hier auf einem E-Scooter vor der Lingener Emslandarena, jetzt auch in Papenburg vor. Foto: Rene Strickstrock/Archiv

Papenburg. Elektroroller mit einer App auf dem Smartphone mieten – was seit dem Frühjahr in Meppen und Lingen geht, soll möglicherweise auch in Papenburg machbar sein.

Ohne Gegenstimme beauftragte der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur in seiner Sitzung am Dienstagabend die Stadtverwaltung, ein Konzept für ein entsprechendes System zu entwickeln und die Kosten zu ermitteln. Zuvor hatte Mirko Lühn, Chef des Start-up-Unternehmens „Share2move“, der das Projekt mit Anschubfinanzierung durch den Landkreis und die Sparkasse Emsland in Meppen und Lingen umgesetzt hat, dem Ausschuss sein Konzept vorgestellt. Die Mitglieder zeigten sich interessiert und von der Unternehmensidee des 35-Jährigen aus Wietmarschen angetan. Beispielsweise könne es auch für Touristen interessant sein, hieß es. Anlass für die weitergehenden Überlegungen auf Initiative der Verwaltung war der Antrag des Fachbereichs Kultur zum Kauf eines Elektrorollers.

Mit je 20 Fahrzeugen in Meppen und Lingen gestartet

Wie Lühn in seiner Präsentation deutlich machte, hat er bereits weitaus größer angelegte Sharing-Projekte mit E-Scootern in Metropolen wie Paris, Barcelona, Brüssel, Berlin und Stuttgart begleitet. Im Emsland startete es im Mai mit je 20 Fahrzeugen in Lingen und Meppen sowie fünf in Reserve. Ein weiteres Projekt läuft in Osnabrück.

Mehr als 1500 registrierte Nutzer

Im Emsland haben sich Lühn zufolge bereits mehr als 1500 Nutzer registriert. Sie hätten mit den Rollern insgesamt knapp 38.000 Kilometer zurückgelegt, wodurch annähernd 2800 Kilogramm Kohlenstoffdioxid eingespart worden seien. Als Projektziele listete der Unternehmer Flexibilität, Entlastung von Verkehr und Parkplätzen sowie die Reduzierung von Emissionen auf.

23 Cent pro Fahrminute

Gemietet und lokalisiert werden können die mit Helmen und Topcase ausgestatteten E-Scooter über eine Smartphone-App. Darüber wird auch abgerechnet. Die Registrierung kostet Lühn zufolge einmalig 19 Euro, das Fahren 23 Cent und das Parken 11 Cent pro Minute. Die Preise seien aber individuell gestaltbar, so Lühn.

(Weiterlesen: So kommen die Roller im Emsland an)

Als Voraussetzung für ein Sharing-Projekt nannte er das gemeinsame Erstellen eines Businessplans. Seine Firma nehme die Rolle eines Dienstleisters ein, kümmere sich beispielsweise um Software und Buchhaltung. Dinge wie Pflege, Reparatur und Lagerung der Roller fielen demnach ebenso wie das Aufladen der Akkus in die Zuständigkeit der Stadt. Lühn sicherte zu, das Projekt innerhalb von höchstens drei Monaten realisieren zu können.

(Weiterlesen: E-Roller aus dem Emsland bald auch in Kiel im Einsatz)


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