Veranstaltung im Jugendgästehaus Ärzte stellen in Papenburg das Herz in den Fokus

Standen dem Publikum Rede und Antwort: Das Foto zeigt die Mediziner (von links) Detelin Denzhev, Andrej Malazhavy, Christian Wende, Jürgen Ennker und Alexander Weymann. Foto: Marien-Hospital Papenburg-AschendorfStanden dem Publikum Rede und Antwort: Das Foto zeigt die Mediziner (von links) Detelin Denzhev, Andrej Malazhavy, Christian Wende, Jürgen Ennker und Alexander Weymann. Foto: Marien-Hospital Papenburg-Aschendorf

Papenburg. Unter der Fragestellung „Was gibt es Neues in der Herzmedizin?“ hat die Vortragsveranstaltung „Herz außer Takt“ im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung im Papenburger Jugendgästehaus gestanden.

Ursula Beckermann, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung, informierte zu Beginn über die Vereinsgeschichte und dessen Aufgaben. Dabei stellte sie vor allem die Bedeutung der Herzstiftung für die Patienten heraus: „Die Herzstiftung ist Bindeglied zwischen Arzt und Patient“, so Beckermann.

Aktuelle Operationstechniken

Im Anschluss referierte Jürgen Ennker, kommissarischer Direktor der Universitätsklinik für Herzchirurgie im Klinikum Oldenburg, über die aktuellen Operationstechniken und neuen Entwicklungen in der Herzchirurgie. Anhand von praktischen Beispielen ging er unter anderem auf Bypassoperationen ein. Vor allem machte er deutlich, wie wichtig eine regelmäßige Kontrolle beim Kardiologen ist, um beispielsweise Schlaganfällen vorzubeugen.

Wenn die Herzklappe verkalkt

Sein Stellvertreter Alexander Weymann lenkte den Fokus auf die Klappenchirurgie. Er zeigte die verschiedenen Klappenarten und führte die Vor- und Nachteile der Modelle auf. Zudem sprach Weymann die Aortenstenose an. Dabei handelt es sich um eine Verkalkung der Herzklappe, die unter anderem zum Herzinfarkt führen kann. Weymann erklärte die Vorteile des Tavi-Verfahrens, bei dem die künstliche Herzklappe mittels eines Katheters am schlagenden Herzen platziert wird. Dieses Verfahren ist nach seinen Worten für Patienten geeignet, bei denen eine Operation nicht mehr möglich ist.

Darüber hinaus stellte Weymann die mechanische Kreislaufunterstützung durch Herzlungenmaschinen und die kleinste Herzpumpe der Welt vor, die auch im Marien-Hospital eingesetzt werden kann. Am Ende standen die Ärzte noch für Fragen aus dem Publikum zur Verfügung. Zudem hielt die Deutsche Herzstiftung noch eine Vielzahl an Informationsmaterialien für die Besucher bereit.


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