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30.11.2018, 18:51 Uhr KOMMENTAR

Debatte über den Papenburger Haushalt: Jetzt investieren

Von Christian Belling


Einen „dicken Brocken“ im Papenburger Haushalt stellt der mit 4,5 Millionen Euro angesetzte Neubau der Splittingschule dar. Foto: Christoph AssiesEinen „dicken Brocken“ im Papenburger Haushalt stellt der mit 4,5 Millionen Euro angesetzte Neubau der Splittingschule dar. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Vor einer Grundsatzentscheidung stehen die Papenburger Kommunalpolitiker bei den Beratungen zum neuen Haushalt. Trotz großer Anstrengungen in den vergangenen Jahren drücken noch immer Schulden in Höhe von rund 22 Millionen Euro. Dem steht ein großer Investitionsstau trotz guter Steuereinnahmen gegenüber. Was also tun? Ein Kommentar.

Nein, komplett unnötig oder „über den Durst“ erscheint kein im Haushaltsentwurf aufgeführtes Vorhaben, die den Mitgliedern des Papenburger Finanzausschusses vorgestellt wurden. Und doch stellt sich für die Politiker bis zur Verabschiedung des Haushaltes Anfang kommenden Jahres die richtungsweisende Frage, ob investieren oder konsolidieren angesagt ist.

Die Argumente, die dafür oder dagegen sprechen, liegen auf der Hand. Die gute Ertragslage dank nach wie vor sprudelnder Gewerbesteuern müsste für die Tilgung der großen Schuldenlast in Höhe von rund 22 Millionen Euro genutzt werden, denken die einen. Schließlich dürfe der nachfolgenden Generation kein Schuldenberg hinterlassen werden. Doch das ist zu kurz gedacht. Geht es der nachfolgenden Generation wirklich besser, wenn die Stadt kaputt gespart wurde? Wohl kaum.

Schon jetzt wird ein großer Investitionsstau vor sich hergeschoben. Dringend notwendige Maßnahmen werden immer wieder vertagt. Das rächt sich. Denn ob sich Familien oder Unternehmer in Papenburg ansiedeln, hängt auch vom Erscheinungsbild und einer guten Infrastruktur ab. Und wenn in Zeiten guter Erträge kein Geld in die Hand genommen wird, wann denn dann?


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