Keine Wanderklassen mehr Ausschuss stimmt für Neubau am Gymnasium Papenburg

Von Katharina Preuth

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Papenburg Der Platz ist knapp am Gymnasium Papenburg. Darum hat der Schulausschuss des Landkreises dafür gestimmt, die Planungen für einen Neubau aufzunehmen. Es sollen eine Bibliothek, Kunst-, Musik-, und allgemeine Unterrichtsräume entstehen.

An der Stelle, an der die alte Turnhalle stand, die wegen Einsturzgefahr abgerissen wurde, soll, wenn es nach den Mitgliedern des Ausschusses geht, ein Neubau entstehen. Eine Sporthalle ist bereits zwischen dem Sportplatz und der Heinrich-von-Kleist-Schule im Bau. Darum gebe es auf dem Schulgelände Platz um fehlende Klassenräume zu schaffen, berichtete Martin Gerenkamp, Erster Kreisrat. „Es gibt kein Gymnasium im ganzen Emsland, in dem die Räume so beengt sind“, führte er aus.

Bereits ab der achten Klasse gibt es am Papenburger Gymnasium Wanderklassen, das bedeutet, die Schüler haben keinen festen Raum, sondern gehen für den Unterricht in den jeweiligen Fachbereich. „Es ist vorbildlich, wie sich die Schule mit wenig Raum arrangiert“, sagte Gerenkamp.

Kunsttrakt abreißen

Doch mit dem wiedereingeführten Abitur nach neun Jahren (G9), statt wie bisher nach acht, wird es ab dem Schuljahr 2020/21 „an diesem Standort verdammt eng“, so der Kreisrat. Um den aktuell 991 Schülern gerecht zu werden, benötigt das Gymnasium für die Fächer Chemie, Biologie, Physik, Musik und Kunst je drei Fachräume. In diesem Zusammenhang schlägt der Ausschuss vor den nicht mehr sanierungsfähigen Kunsttrakt abzureißen und diesen in den Neubau zu integrieren.

Dieser soll Platz bieten für fünf allgemeine Unterrichtsräume, je drei Kunst- und Musikräume und eine Bibliothek. Wobei die jetztigen Musikräume für naturwissenschaftliche Fächer genutzt werden könnten. Geplant ist, dass in Zukunft die Jahrgänge 5 bis 11 in eigenen Klassenzimmern unterrichtet werden sollen und nicht mehr durch das Gebäude wandern müssten.

Ausweichen in Pestalozzischule

Während der Bauzeit würde das Gymnasium im Schuljahr 2020/21 Ausweichmöglichkeiten benötigen. Der Ausschuss schlägt dafür Räume in der Pestalozzischule Papenburg vor. Zu den Kosten könne Gerenkamp noch keine genauen Angaben machen, da dafür die Planungen zunächst anlaufen müssten. Er schätzt aber, dass sie sich um die vier Millionen Euro bewegen werden.

Alle Fraktionen im Schulausschuss empfehlen dem Kreisausschuss einstimmig, die Verwaltung mit den Planungen zu beauftragen. Ausschussmitglied Arnold Terborg (CDU) führt aus, dass der Landkreis sich Investitionen derzeit finanziell leisten kann, das sie „haushaltstechnisch gut aufgestellt“ seien. Hermann Meyer (UWG) spricht von einer unhaltbaren Situation an der Schule, die es zu ändern gilt.


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