Zuschuss der Stadt beantragt Bistum investiert in Papenburger Michaelschule

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Im kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung der Michaelschule am Papenburger Obenende beginnen. Foto: Christoph AssiesIm kommenden Frühjahr sollen die Arbeiten für die Sanierung und Erweiterung der Michaelschule am Papenburger Obenende beginnen. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Rund drei Millionen Euro sollen in die Sanierung und Erweiterung der Oberschule Michaelschule am Papenburger Obenende investiert werden. Den Löwenanteil mit zwei Millionen Euro stellt die Schulstiftung im Bistum Osnabrück als kirchlicher Träger bereit. Doch auch die Stadt soll sich beteiligen.

„Das Bistum bittet um Beteiligung der Stadt in Höhe von einem Drittel der Gesamtkosten“, teilte Fachbereichsleiterin Birgit Lelonek auf der jüngsten Sitzung des Kita- und Schulausschusses mit. Abzüglich eines bereits bewilligten Zuschusses aus der Schulbaukasse des Landkreises verbleibt bei der Stadt noch eine Summe in Höhe von knapp 715.000 Euro.

688 Schüler

„Die Michaelschule ist als Versorgungsschule am Obenende von großer Bedeutung“, so Lelonek. Aktuell gehen dort 688 Jugendliche zur Schule, die sich in den Jahrgängen fünf bis zehn auf 32 Klassen verteilen. Knapp jeder fünfte Schüler kommt aus dem Landkreis Leer. Das Schulgebäude der Oberschule befindet sich Lelonek zufolge zwar im Eigentum der Stadt Papenburg, die Unterhaltung einschließlich der Verkehrssicherung geschieht jedoch durch die Schulstiftung. Lediglich an größeren, notwendigen Instandsetzungsmaßnahmen haben sich nach ihren Worten die Stadt ebenso wie der Landkreis zu beteiligen.

Neuer Eingangsbereich

Die Planungen der Schulstiftung sehen Maßnahmen zur Sanierung und Erweiterung eines Teilbereiches des Schulgebäudes vor. Wie die Fachbereichsleiterin weiter ausführte fallen darunter unter anderem die Erneuerung der Toilettenanlagen und Fassade, der Austausch des Heizkessels und Arbeiten in den Klassenräumen. Darüber hinaus soll im südlichen Teil des Schulgebäudes ein neuer Eingangsbereich einschließlich Treppenhaus als zentraler Haupteingang sowie ein Foyer, das als Pausenhalle und Aula sowie insbesondere für das Ganztagsangebot genutzt werden soll, geschaffen werden.

Barrierefrei

Zudem soll ein Aufzug über drei Geschosse erstellt werden, um einen Großteil des Schulgebäudes barrierefrei zu erschließen. Im Rahmen der Erneuerung der Toilettenanlagen wird laut Lelonek außerdem eine behindertengerechte Toilette erstellt. „Insgesamt werden diese Bau- und Sanierungsmaßnahmen wie auch an unseren Schulen in städtischer Trägerschaft notwendig vor dem Hintergrund der bestehenden Anforderungen an Ganztagsschulbetrieb, Inklusion, Barrierefreiheit und Integration“, machte Lelonek deutlich. Für die Arbeiten, die im kommenden Frühjahr beginnen sollen, ist ein Zeitraum von zwei Jahren vorgesehen.

Zuschuss deckeln?

Ausschussmitglied Heiner Butke (CDU) betonte die „existenzielle Bedeutung“ der Schule für Papenburg. „Ich habe aber erwartet, dass das Bistum die Pläne selbst vorstellt. Das wäre bei dieser Größenordnung auch angebracht gewesen.“ Eine von Ratsherr Bernhard Schmees (SPD) vorgeschlagene Deckelung des Zuschusses wurde abgelehnt. „Ich wäre damit vorsichtig. Aufgrund der vollen Auftragsbücher ist völlig unklar, welche Ergebnisse die Ausschreibungen bringen“, betonte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU). Eine Deckelung zu beschließen, wäre das falsche Signal. „Wir dürfen nicht vergessen, dass es sich um eine Versorgungsschule handelt“, so Bechtluft.

„Alleine wäre es erheblich mehr“

Laut Marion Terhalle (FDP) sei es in städtischem Interesse, dass das Bistum an dieser Stelle tätig wird. „Darüber können wir froh sein.“ In die gleiche Kerbe schlug auch Ausschussvorsitzende Annette Pöttker (CDU). „Müssten wir es alleine finanzieren, wäre es erheblich mehr.“

Der Ausschuss votierte einstimmig dafür, den vom Bistum beantragten Zuschuss zu gewähren. Den abschließenden Beschluss darüber trifft der Stadtrat in seiner Sitzung am 13. Dezember.


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