Für 4,5 Millionen Euro Splittingschule in Papenburg wird neu gebaut

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Soll neu gebaut werden: die Splittingschule im Papenburger Stadtteil St. Marien. Foto: Christoph AssiesSoll neu gebaut werden: die Splittingschule im Papenburger Stadtteil St. Marien. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Die Stadt Papenburg will die Splittingschule von einem laut Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) „hohen Leidensdruck“ befreien und für 4,5 Millionen Euro einen Neubau errichten.

Auf der Sitzung des Kita- und Schulausschusses am Dienstagabend informierte Fachbereichsleiterin Birgit Lelonek über die Planungen zum Neubau einer zweizügigen Ganztagsgrundschule am Splitting. Eine nach Angaben der Ausschussvorsitzenden Annette Pöttker (CDU) „weitere Sorgenschule, die mächtig in die Jahre gekommen ist.“

Altbau aus dem Jahr 1932 marode

Lelonek zufolge haben Untersuchungen der Bausubstanz ergeben, dass es notwendig ist, den kompletten Gebäudebestand zu ersetzen. Die Substanz des vorderen Altbaus aus dem Jahr 1932 sei nach mehr als 85 Jahren marode. Zudem ist nach Angaben der Fachbereichsleiterin die Dachkonstruktion nicht mehr standsicher und einsturzgefährdet. Hier würden bereits seit geraumer Zeit regelmäßige Kontrollgänge stattfinden, um bei unmittelbaren Gefahren notwendige Sicherheitsmaßnahmen einzuleiten. Auch die technische Gebäudeausrüstung sei ebenfalls veraltet.

Auch der hintere, zweigeschossige Anbau aus den 1970er-Jahren bereitet Probleme und weist Feuchtigkeitsschäden auf. Da auch hier laut Lelonek die Bausubstanz und die technische Ausrüstung derart veraltet sind, sei eine Sanierung wirtschaftlich nicht vertretbar.

Turnhalle kürzlich saniert

Die vor etwa acht Jahren neu errichtete Mensa soll erhalten bleiben und könnte in einen Neubau als Lehrerzimmer integriert werden. Wie die Fachbereichsleiterin weiter ausführte, gehen die weiteren Planungen davon aus, dass die vor zwei Jahren sanierte Turnhalle mit Umkleideeinheiten ebenfalls erhalten bleibt.

Derzeit werden in der Splittingschule 117 Schüler von der ersten bis zur vierten Klasse unterrichtet. Vom Raumbedarf her ist die Schule auf eine Zweizügigkeit ausgerichtet. „Die in den kommenden Jahren zu erwartenden Einschulungszahlen weisen deutlich auf, dass künftig in jedem Jahr mit zwei Einschulungsklassen zu rechnen ist. Dabei bleibt bislang sogar noch unberücksichtigt, dass weitere Kinder aus dem neu entstehenden Baugebiet an der Johann-Bunte-Straße zu erwarten sind“, so Lelonek. Die Planungen sehen daher vor, dass mögliche Erweiterungsflächen vorgehalten werden.

Arbeiten während des Schulbetriebs

Der Neubau soll auf dem Schulgelände neben dem Bestandsbau erfolgen. Während der Arbeiten bleibt der Schulbetrieb bestehen. Nach Fertigstellung des neuen Schulgebäudes soll der Umzug erfolgen, ehe im Anschluss der Abriss des Altbaus vorgesehen ist. Einen konkreten Zeitrahmen nannte die Verwaltung während der Sitzung noch nicht. „In einem nächsten Schritt werden wir mit der Schulleitung das konkrete Raumkonzept absprechen und dem Ausschuss in der nächsten Sitzung detailliertere Angaben machen“, so Lelonek, die die Kosten auf „grob 4,5 Millionen Euro“ bezifferte.

„Investition nicht ganz freiwillig“

Unter den Ausschussmitgliedern herrschte fraktionsübergreifend Einigkeit, dass an der Splittingschule etwas gemacht werden müsse. Für Bürgermeister Bechtluft stellt das Vorhaben auch eine Zukunftsinvestition in den Stadtteil St. Marien dar. „Aufgrund des Leidensdrucks der Schule kommt diese allerdings nicht ganz freiwillig.“


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