Zuschuss befürwortet 36,7 Millionen Euro für Papenburger Marien-Hospital?

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Das Land Niedersachsen wird in den nächsten Jahren das Marien-Hospital mit insgesamt rund 36,7 Millionen Euro bezuschussen. Foto: Marien-HospitalDas Land Niedersachsen wird in den nächsten Jahren das Marien-Hospital mit insgesamt rund 36,7 Millionen Euro bezuschussen. Foto: Marien-Hospital

Papenburg. Der Krankenhausplanungsausschuss des Landes Niedersachsen hat am Mittwoch einen Zuschuss in Höhe von insgesamt rund 36,7 Millionen Euro für geplante Investitionen in das Marien-Hospital Papenburg-Aschendorf befürwortet. Das teilte Landtagsvizepräsident Bernd Busemann (CDU) aus Dörpen mit.

Busemann zufolge waren Vorhaben des Papenburger Krankenhauses am Mittwoch Thema im Krankenhausplanungsausschuss des Landes und sind dort auf Zustimmung gestoßen. „Das ist eine tolle Nachricht. Der Zuschuss bedeutet eine besondere Förderung und Stärkung des Krankenhaustandortes Papenburg“, freut sich Busemann über diese Entwicklung.

Krankenhaus sieht lediglich erste Hürde genommen

Krankenhaus-Geschäftsführer Ansgar Veer hält den Ball indes flach: „Der Krankenhausplanungsausschuss hat noch keine Bewilligung von Fördermitteln für das Marien-Hospital ausgesprochen. Es ist lediglich die erste Hürde dazu genommen“, teilte Veer auf Anfrage unserer Redaktion mit. Der Antrag des Hospitals sei in eine Prioritätenliste aufgenommen worden „und wird nun mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung und dem Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften abgestimmt“. Erst danach werde das Marien-Hospital einen detaillierten Antrag stellen. „Nach dessen Prüfung berät und entscheidet dann der Krankenhausplanungsausschuss über die endgültige Fördersumme“, umreißt Veer das weitere Prozedere. Aufgrund dieser noch ausstehenden Schritte wolle man zum jetzigen Zeitpunkt noch „keine näheren Angaben zu den geplanten baulichen Maßnahmen machen“.

Wie mehrfach berichtet, stehen bereits seit längerer Zeit eine Erneuerung und Vergrößerung der Intensivstation sowie allgemeine infrastrukturelle Verbesserungen (unter anderem mit dem Ziel kürzerer Wege) ganz oben auf der Investitionsliste des Krankenhauses.

Notaufnahme wird verlegt und Kardiologie erweitert

Ab Ende Januar/Anfang Februar kommenden Jahres steht aber zunächst mit dem Umbau und der Verlegung der zentralen Notaufnahme (ZNA) sowie der Erweiterung der Kardiologie die Umsetzung eines ersten Bauabschnittes an. Allein für diesen beträgt das Gesamtinvestitionsvolumen rund 7,6 Millionen Euro. Den Löwenanteil in Höhe von 6,3 Millionen Euro trägt das Land Niedersachsen, dessen Förderzusage seit Februar 2017 vorliegt. Die Stadt Papenburg und der Landkreis Emsland beteiligen sich mit je rund 314.000 Euro.

Chancen auf Neurologie-Station stehen schlecht

Weniger gut stehen nach Einschätzung des Landespolitikers Busemann indes die Chancen des Papenburger Krankenhauses, eine Neurologie-Station bewilligt zu bekommen. Im Oktober vergangenen Jahres sah ein Vorschlag des Gesundheitsministeriums 30 Planbetten für den Standort Papenburg vor, der zur sogenannten „Region Westerstede/Leer/Emden/Papenburg/Oldenburg“ gerechnet wird. Innerhalb dieser Region findet zwischen den Krankenhäusern allerdings ein Tauziehen um die Bewilligung von Neurologie-Planbetten durch das Land statt. „Das geht jetzt schon lange Hin und Her und es sieht so aus, als würde es für Papenburg perspektivisch schwierig“, vermutet Busemann, dass das Marien-Hospital dabei leer ausgehen könnte. „Es ist aber noch nichts entschieden“, hat der Landtagsvizepräsident noch ein Fünkchen Hoffnung. Er rechnet damit, dass nach einer Entscheidung, diejenigen Krankenhäuser, „die sich benachteiligt fühlen“, den Klageweg beschreiten werden.

Die vom Marien-Hospital beantragte Neurologie-Station soll für die medizinische Versorgung unter anderem von Schlaganfall-, Parkinson- und Multiple-Sklerose-Patienten dienen.

Weiterlesen: Ministerium befürwortet Neurologie an Papenburger Hospital


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