Aktuelle Anlage gesperrt Papenburg will Skatepark deutlich aufwerten

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Papenburg. Der Skatepark am Jugendzentrum (JUZ) auf dem Papenburger Marktplatz soll deutlich aufgewertet werden. Einstimmig votierte der Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales auf seiner jüngsten Sitzung für die Aufnahme entsprechender Planungen.

Jürgen Eilers, Leiter des Fachdienstes Jugend, informierte über den aktuellen Sachstand und schwelgte zu Beginn seiner Ausführungen in Erinnerungen. „Am alten Wasserwerk am Deverweg hatten wir eine Skateranlage, die einen guten Ruf hatte und weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt war“, so Eilers. Viele Workshops und Wettbewerbe seien dort durchgeführt worden und hätten für einen regen Zulauf gesorgt.

Skater nach Rhauderfehn abgewandert

Der Umzug des Skateparks an den jetzigen Standort am Jugendzentrum ging mit einer Verkleinerung der Anlage einher. „Sie hat sich quasi auf 450 Quadratmeter halbiert“, erklärte Eilers. Aufgrund dessen sowie der nicht mehr zeitgemäßen Ausstattung hätten sich viele Jugendliche von der Anlage in Papenburg abgewandt und sich in Rhauderfehn, wo 2012 ein neuer Skatepark entstand, eine neue Heimat gesucht. Zu diesem Ergebnis kam auch eine Online-Befragung des städtischen Jugendvorstands im vergangenen Jahr, die abfragte, wie zeitgemäß die Skateranlage beim Jugendzentrum noch ist.

Standort steht nicht zur Debatte

Eilers zufolge ist die jetzige Anlage auch sehr wartungs- und kostenintensiv und weise aufgrund eines löchrigen Untergrunds zudem eine hohe Verletzungsgefahr auf. Seit Anfang der Woche ist die Skateranlage gesperrt und wird nach Mitteilung von Stadtjugendpfleger Dietmar Nee über die Wintermonate abgebaut.

Wie Fachdienstleiter Eilers während der Sitzung weiter ausführte, ist die Verwaltung bei den Planungen für den neuen Skatepark im ständigen Austausch mit dem Verein „Four Wheels“, der sich im vergangenen Jahr gründete, um sich für die Skaterszene in Papenburg einzusetzen. Am Standort auf dem Marktplatz soll bei den Überlegungen nicht gerüttelt werden. „Die Fläche direkt am Jugendzentrum ist gut, weil es dort unter anderem Unterstellflächen und Sanitäranlagen gibt“, so Eilers. Zudem sei dadurch eine Kontrolle durch das JUZ-Personal gewährleistet.

2020 wird Skaten olympisch

Dem Fachdienstleiter zufolge geht es im nächsten Schritt nun darum, zu ermitteln, was für Papenburg geeignet ist. Er zeigt sich überzeugt, dass der Zuspruch weiter zunehmen wird. „2020 wird Skaten olympisch und somit eine anerkannte Sportart. Das geht einher mit einer erhöhten Öffentlichkeit fürs Skaten und wir wollen sehen, dem Bedarf gerecht zu werden.“

Gemeinsam mit der hiesigen Skatergemeinde soll eine Lösung erarbeitet werden, die eventuell das ganze Außengelände des Jugendzentrums mit einbindet. „Wir wollen eine Anlage auf die Beine stellen, die sich von der in Rhauderfehn abhebt“, teilte Eilers mit. Als Kosten nannte er eine Summe in Höhe von 200.000 Euro.

„Steht uns gut zu Gesicht“

Ausschussmitglied Heiner Butke (CDU) teilte mit, dass seine Fraktion dem Vorhaben positiv gegenüber steht, auch wenn einen der hohe Preis „erst einmal erschlägt“. Das Jugendzentrum werde dadurch aufgewertet und für die Jugend in der Stadt sei es ein wichtiges Zeichen. „Die Angebote in Papenburg für unsere Jugend sind eher mau. Von daher steht uns ein moderner Skatepark gut zu Gesicht“, so Butke.

Auch für BMX-Fahrer

Ralf Uchtmann von der UWG nannte die Pläne eine „tolle Sache“ und lobte, dass die Jugendlichen bei der Ausarbeitung mit einbezogen werden. Jugendvertreter Jaro Middendorf führte aus, dass die Anlage nicht ausschließlich von Skatern genutzt werden könnte, sondern auch BMX-Fahrer dort eine Möglichkeit finden sollen, ihrem Sport nachzugehen.

Weiterlesen: Neue Skatebahn in Papenburg angedacht


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN