„Projekt nächstes Jahr angehen“ Fördergelder für neue Turnhalle in Herbrum bewilligt

Die Mehrzweckhalle in Herbrum soll abgerissen und durch einen kleineren Neubau ersetzt werden. Foto: Christian BellingDie Mehrzweckhalle in Herbrum soll abgerissen und durch einen kleineren Neubau ersetzt werden. Foto: Christian Belling

Herbrum. Diese Nachricht dürfte vielen Herbrumern am Wochenende Freude bereiten: Wie Papenburgs Erster Stadtrat Hermann Wessels am Donnerstagabend auf der Sitzung des Ausschusses für Jugend, Soziales und Sport verkündete, sind die von der Stadt beantragten Fördergelder für eine neue Turnhalle in Herbrum bewilligt.

Gegen Ende der Sitzung informierte Wessels unter dem Punkt „Aktivtreff Herbrum“ über die neue Entwicklung. „In den vergangenen Monaten und Jahren haben wir unter einem anderen Namen viel darüber diskutiert“, führte der Erste Stadtrat in das Thema ein. Über die Zukunft der seit Oktober 2017 gesperrten Mehrzweckhalle ist in der Tat sowohl in dem Ortsteil als auch auf politischer Ebene des Öfteren debattiert worden.

Gesamtkosten in Höhe von 2,1 Millionen Euro

Jetzt scheint ein Durchbruch erzielt. „Wir können eine Förderung in Höhe von zweidrittel der Kosten erwarten“, so Wessels. Zwar sei der Bewilligungsbescheid des Amtes für regionale Landentwicklung (ArL) noch nicht im Rathaus eingetroffen, doch gebe es eine entsprechende mündliche Zusage. „Die Zuwendung ist eingeplant“, teilte der Erste Stadtrat mit.

Wie Wessels weiter ausführte, sehen die Pläne einen Abriss der Mehrzweckhalle und den Neubau einer kleineren Turnhalle in gleicher Stelle vor. Die Gesamtkosten bezifferte er auf 2,1 Millionen Euro, von denen nun 1,4 Millionen Euro gefördert werden. Der Stadt verbleibt somit ein Eigenanteil in Höhe von 700.000 Euro. Sobald der Bewilligungsbescheid vorliege, soll laut Wessels in die weitere Planung eingestiegen werden. „Zusammen mit den Herbrumer Vereinen wollen wir erarbeiten, wie die Umsetzung erfolgen soll.“

„Wollen zügig umsetzen“

Bereits in der nächsten Sitzung des Ausschusses im Februar 2019 sollen dem Ersten Stadtrat zufolge die Planungen vorgestellt werden. „Was sollen wir das Geld auf dem Konto parken? Wir wollen dann zügig umsetzen und das Projekt im nächsten Jahr angehen.“

Ausschussmitglied Bernhard Schmees (SPD) teilte mit, dass es schnell gehen müsse. „Seit fünf Jahren warten die Herbrumer auf eine Lösung. Seit mehr als einem Jahr ist die Halle gesperrt.“ Die zur Verfügung stehenden Hallenzeiten in der Ausweichhalle in Aschendorf sind nach seinen Worten „unmöglich“.

Vorschlag der Vereine aufgegriffen

Die jetzt von Wessels vorgestellte Variante deckt sich mit einem Vorschlag, den die Herbrumer Vereine Anfang des Jahres äußerten. Dieser sah einen kleineren Neubau anstelle einer ebenfalls angedachten Komplettsanierung der Bestandshalle vor. Wie die Stadtverwaltung am Freitag auf Anfrage mitteilte, erwies sich die ursprünglich angedachte Sanierung der Mehrzweckhalle im Laufe der Zeit als nicht wirtschaftlich. „Gemeinsam mit dem Ortsvorsteher und den Vereinsvertretern aus Herbrum ist der Entschluss gefasst worden, anstelle der Sanierung der Mehrzweckhalle den Neubau einer kleineren Mehrzweckhalle durchzuführen“, so Stadtsprecherin Karin Evering.

Neue Halle 400 Quadratmeter groß

Die neue rund 400 Quadratmeter große Halle soll nach ihren Worten den Herbrumer Vereinen und informellen Gruppen zur Nutzung offen stehen und damit als „Aktivtreff“ einen Beitrag zur überörtlichen Gemeinschaft leisten.

In den Gesamtkosten von 2,1 Millionen Euro enthalten ist der Stadtsprecherin zufolge der Abbruch der Bestandshalle, wobei der Luftgewehrschießstand erhalten bleibt, die Erneuerung der Außenwand zum Schießstand sowie ein Betrag für die Außenanlagen.


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