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20.11.2018, 17:32 Uhr EIN KOMMENTAR

Papenburg gegen die Todesstrafe: Eine sinnvolle Aktion

Von Katharina Preuth


Hinrichtungsraum in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Texas. Foto: Paul Buck/ArchivHinrichtungsraum in einem Gefängnis im US-Bundesstaat Texas. Foto: Paul Buck/Archiv

Papenburg nimmt an der weltweiten Aktion „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ teil. Obwohl in Deutschland verboten, ist die Todesstrafe in vielen anderen Ländern Realität. Darum ist es sinnvoll, dass die Organisatoren dem Thema Aufmerksamkeit schenken. Ein Kommentar.

Der elektrische Stuhl, Enthauptungen oder der Galgen: Die Arten, wie zum Tode Verurteile sterben, klingen barbarisch und das sind sie auch. Gleichzeitig ist eine staatlich angeordnete Tötung weit entfernt von der deutschen Lebensrealität.

Doch auch wenn es die Todesstrafe seit 1949 in Deutschland nicht mehr gibt, ist es dennoch wichtig, dass sich die Stadt Papenburg dem Thema annimmt. Denn diese Form der Bestrafung ist in vielen Ländern gegenwärtig.

2000 Menschen in China hingerichtet

Mehr als 2000 Menschen hat die Volksrepublik China im Jahr 2017 hingerichtet. Damit belegt das Land, laut Amnesty International, im weltweiten Vergleich den ersten Platz, gefolgt vom Iran, in dem im vergangenen Jahr 507 Menschen zur Strafe getötet wurden. Und die Türkei unter Präsident Recep Tayip Erdogan überlegt die Wiedereinführung und das obwohl das Land den Status eines offiziellen EU-Beitrittskandidaten hat.

Die Aktion „Städte gegen die Todesstrafe“ macht auf derartige Entwicklungen in der Welt aufmerksam und das Papenburg teilnimmt, ist nicht realitätsfern, sondern sinnvoll.


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