Aktion: Städte für das Leben Papenburger Schüler zeigen Film über Todesstrafe

Von Katharina Preuth

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Zum Tag der Todesstrafe in das Papenburger Kino laden ein (von links): Gerold Siemer, Sarah Mehlmann, Ansgar Ahlers, Jasmin Leis, Astrid Muckli, Angelika Fischer. Foto: Katharina PreuthZum Tag der Todesstrafe in das Papenburger Kino laden ein (von links): Gerold Siemer, Sarah Mehlmann, Ansgar Ahlers, Jasmin Leis, Astrid Muckli, Angelika Fischer. Foto: Katharina Preuth

Papenburg. Zum Tag der Todesstrafe zeigt das Papenburger Kino am 29. November einen Film, den Schüler der Berufsbildenden Schule (BBS) produziert haben. Damit nimmt Papenburg an der weltweiten Aktion „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ teil.

Im Rahmen des Theo-Prax-Projektes hat eine Schülergruppe zu dem Thema Todesstrafe recherchiert. Ihren Schwerpunkt haben sie dabei auf Jugendliche gelegt, die zum Tode verurteilt sind. Dafür haben sie mit Experten und Politikern gesprochen und sind nach Berlin gereist. Entstanden ist dabei ein achtminütiger Film, den das Kino Papenburg zeigt. „Wir wussten vorher nicht, dass auch Jugendliche zum Tod verurteilt werden können, weil wir uns nicht damit auseinandergesetzt haben“, sagt Schülerin Sarah Mehlmann. „Das Thema braucht mehr Aufmerksamkeit“, ergänzt Jasmin Leis, die ebenfalls an dem Projekt mitgearbeitet hat. „Wir freuen uns, dass wir den Jugendlichen eine Plattform bieten können, wo sie eine Öffentlichkeit für den Film bekommen“, so Ansgar Ahlers, Kulturreferent der Stadt.

Holzgalgen im Kino

Das Kino beteiligt sich bereits seit 2012 an der Aktion gegen die Todesstrafe. In den Vorjahren wurden Filme an der Außenfassade gezeigt, die sich mit dem Thema beschäftigten. In diesem Jahr findet die Vorführung erstmals in einem Kinosaal statt, um unabhängiger vom Wetter zu sein, wie Betreiberin Astrid Muckli berichtet. Die Kinomauer wird dafür in Gelb erstrahlen, der Farbe von Amnesty International (AI). Die AI-Gruppe Papenburg bereichert die Feier inhaltlich. Gerold Siemer, Gruppensprecher, wird aktuelle Zahlen rund um die Todesstrafe vorstellen. Außerdem wird Siemer das Schicksal von Hoo Yew Wah beleuchten. Mit 20 Jahren wurde er wegen Drogenbesitzes in Malaysia zum Tode verurteilt. Amnesty International setzt sich dafür ein, seine Todes- in eine Haftstrafe umzuwandeln. Aus diesem Anlass wird am 29. November ein Holzgalgen im Kino stehen, da in Malaysia die Verurteilten mit dem Strick hingerichtet werden. Die Filmvorführung beginnt um 18 Uhr.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN