Meyer-Werft-Schiff mit LNG unterwegs Probefahrt der „AIDAnova“ erfolgreich verlaufen

Die Probefahrt der „AIDAnova“ ist nach Angaben der Meyer Werft erfolgreich verlaufen. Foto: Michael WesselsDie Probefahrt der „AIDAnova“ ist nach Angaben der Meyer Werft erfolgreich verlaufen. Foto: Michael Wessels

Papenburg/ Eemshaven. Das neueste Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer Werft, die „AIDAnova“ ist am Dienstagmorgen von ihrer ersten Probefahrt zurückgekehrt. Die nautischen und technischen Tests sind nach Angaben von Werfsprecher Peter Hackmann „gut verlaufen“.

Wie Hackmann auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, ist die „AIDAnova“ demnach im Rahmen der Probefahrt auch vollständig mit Flüssigerdgas (LNG) gefahren. Das Schiff für die Rostocker Reederei AIDA Cruises ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das vollständig mit dem umweltfreundlicheren Kraftstoff betrieben werden kann. Flüssigerdgas ist ein auf 162 Grad Minus gekühlter Treibstoff und führt dazu, dass Emissionen von Feinstaub und Schwefeloxiden nahezu vollständig vermieden werden. Der Ausstoß von CO² verringert sich nach Angaben des AIDA-Mutterkonzerns Carnival Corporation um 25 Prozent.

Dank sogenannter Dual-Fuel-Motoren kann die „AIDAnova“ jedoch auch mit dem bisher herkömmlichen Marine-Diesel angetrieben werden.

Am Freitag soll das 337 Meter lange Kreuzfahrtschiff zu einer zweiten sechstägigen Probefahrt Eemshaven verlassen. An Bord des Ozeanriesen läuft Hackmann zufolge der Innenausbau des Schiffes weiter. „Die Arbeiten werden konstruktiv in Zusammenarbeit mit der Reederei erledigt“, so der Unternehmenssprecher.

Wie dem Internetdienst Marine Traffic zu entnehmen war, ist die „AIDAnova“ in den vergangenen Tagen, seit Beginn der Probefahrt vor einer Woche, im Gebiet nördlich der westfriesischen Inseln insgesamt rund 3450 Kilometer gefahren - zum Teil auch unter der Höchstgeschwindigkeit von 22 Knoten (40 km/h).

Ursprünglich hätte das Kreuzfahrtschiff am kommenden Donnerstag in Bremerhaven an den Auftraggeber AIDA Cruises übergeben werden sollen. Ein Feuer an Bord und der Ausbaustatus des Schiffes führe zur Absage von Vorpremierenreisen. Planmäßig soll die „AIDAnova“ nun am 2. Dezember in Hamburg zu ihrer Jungfernfahrt in Richtung Kanarische Insel aufbrechen.


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