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09.11.2018, 12:41 Uhr KOMMENTAR

Zur Seniorentagesstätte für Behinderte in Papenburg: Eine Frage der Zeit

Kommentar von Gerd Schade

In diesem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus am Gasthauskanal in Papenburg befindet sich die Seniorentagesstätte für Menschen mit Behinderungen. Foto: Hermann-Josef Tangen/ArchivIn diesem ehemaligen Wohn- und Geschäftshaus am Gasthauskanal in Papenburg befindet sich die Seniorentagesstätte für Menschen mit Behinderungen. Foto: Hermann-Josef Tangen/Archiv

Papenburg. Dass die Seniorentagesstätte des St.-Lukas-Heimes in Papenburg ausgebaut werden muss, ist nur eine Frage der Zeit. Ein Kommentar.

Medizinischer Fortschritt, mehr Wohlstand, gesündere Lebensweise, soziale Fürsorge und Hygiene: Dass sich die durchschnittliche Lebenserwartung der Menschen in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert verdoppelt hat und stetig weiter steigt, hat viele Gründe.

Auch Menschen mit Behinderung werden immer älter – nicht zuletzt deshalb, weil sich heilpädagogische Ansätze seit den 1960er-Jahren auch in Papenburg kontinuierlich weiterentwickelt haben. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass beim St.-Lukas-Heim der Bedarf für eine weitere Seniorentagesstätte wächst.

Dank des medizinischen Fortschritts, der bereits ab der frühkindlichen Versorgung greift, überleben mehr Menschen mit Behinderungen. Hinzu kommt, dass ihre Anzahl durch die allgemein bessere Diagnostik tendenziell leicht steigt.

Acht Jahre ist es her, seit die bestehende Einrichtung am Gasthauskanal eröffnet wurde. Angesichts der Entwicklung war es also nur eine Frage der Zeit, wann sie zu klein sein würde.


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