Notaufnahme und Herzkatheterlabor Umbau im Papenburger Marien-Hospital startet 2019

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Die Umbauarbeiten im Marien-Hospital in Papenburg sollen 2019 starten und etwa zwei Jahre dauern. Foto: Gerd SchadeDie Umbauarbeiten im Marien-Hospital in Papenburg sollen 2019 starten und etwa zwei Jahre dauern. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Umbau und Verlegung der zentralen Notaufnahme (ZNA) sowie die Erweiterung der Kardiologie im Marien-Hospital in Papenburg rücken näher. Los gehen soll es Ende Januar 2019. Die Arbeiten finden während des laufenden Betriebes statt. Die Bauzeit ist mit rund zwei Jahren veranschlagt.

„Während der Umbaumaßnahmen wird der laufende Betrieb nicht eingeschränkt, da der Großteil der Arbeiten ins Sockelgeschoss verlegt wird“, erklärt Hospital-Sprecherin Tanja Henschel auf Anfrage unserer Redaktion. Der erste Bauabschnitt wird nach ihren Worten voraussichtlich Ende Januar/Anfang Februar kommenden Jahres beginnen. „Dann startet die Schadstoffsanierung“, so Henschel. Ab März erfolgten dann die ersten Rohbau- und Demontagearbeiten. „Die Bauzeit wird rund zwei Jahre betragen, die Maßnahme voraussichtlich im Februar 2020 fertiggestellt“, erklärt Henschel.

Näher an Schockraum und Röntgenabteilung

Die Notaufnahme, die sich derzeit im Erdgeschoss befindet, wird ins Sockelgeschoss verlegt (wir berichteten). Dadurch rückt sie räumlich näher an den Schockraum, die Röntgenabteilung und das Herzkatheterlabor.

„Kurze Wege sind wichtig, alles soll nah beieinander liegen – sowohl für die Mitarbeiter, als auch für Patienten und Besucher“, erklärt der Technische Leiter des Marien-Hospitals, Thomas Krallmann das Konzept. Derzeit ist es so, dass Patienten, die neu in die Notaufnahme kommen, mitunter mehrfach zwischen Erd- und Sockelgeschoss pendeln müssen.

Zehn neue Behandlungsräume

Nach Angaben des Krankenhauses ist zudem geplant, den späteren Eingangsbereich auf Höhe des derzeitigen Cafés zu verlegen. Dadurch werde die zentrale Notaufnahme auch fußläufig barrierefrei zu erreichen sein. In der neuen Notaufnahme sollen zehn Behandlungsräume entstehen. Das Herzkatheterlabor wird derweil um einen zweiten Linksherzkathetermessplatz erweitert. Dadurch können in dem Labor mehr Patienten gleichzeitig behandelt werden.

7,6 Millionen Euro werden investiert

Das Gesamtinvestitionsvolumen für die anstehenden Baumaßnahmen wird rund 7,6 Millionen Euro betragen. Den Löwenanteil in Höhe von 6,3 Millionen Euro trägt das Land Niedersachsen, dessen Förderzusage seit Februar 2017 vorliegt. Die Stadt Papenburg und der Landkreis Emsland beteiligen sich mit je rund 314.000 Euro. „Derzeit befinden wir uns noch im Ausschreibungs- und Vergabeverfahren“, erklärt Krallmann.

Jährlich mehr als 15.000 Patienten

In der Notaufnahme werden nach Angaben des Krankenhauses jährlich mehr als 15.000 Patienten behandelt. Etwa jeder zweite von ihnen müsse danach stationär aufgenommen werden. Bei der Vorstellung des neuen ZNA-Chefarztes Dr. Baha Al-Sabbagh im Mai bezeichnete Hospital-Geschäftsführer Ansgar Veer die zentrale Notaufnahme als „das Aushängeschild eines Krankenhauses“. Al-Sabbagh sieht in dem geplanten Umbau die Möglichkeit, neue Strukturen und Prozesse aufzubauen, mitzugestalten und zu verbessern. Der vormalige Hospital-Geschäftsführer Matthias Bitter hatte den Beginn der Umbauarbeiten bei einem Besuch der Mitglieder des Wirtschaftsforums Papenburg im Februar noch für diesen Sommer avisiert.


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