Bildungstag in Sögel Kolpinger vom Hümmling machen sich für Ehrenamt stark

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Gesprächspartner beim Bildungstag in Sögel waren (von links) Paul Krupinski, Kerstin Heeke, Hubert Bischof, Irmgard Welling und Markus Silies. Foto: Kolping-Bezirksverband HümmlingGesprächspartner beim Bildungstag in Sögel waren (von links) Paul Krupinski, Kerstin Heeke, Hubert Bischof, Irmgard Welling und Markus Silies. Foto: Kolping-Bezirksverband Hümmling

Sögel. Mit den Ergebnissen der Studie „Von Kirchtürmen und Netzwerken – Wie engagierte Bürger das Emsland voranbringen“ haben sich die Kolpingmitglieder aus dem Bezirk Hümmling während des Bildungstages in Sögel auseinandergesetzt.

Nach der von Kolping-Gebietspräses Hubert Bischof zelebrierten Heiligen Messe in der Kirche St. Jakobus und einem gemeinschaftlichen Frühstück im Jakobushaus begrüßte Karl-Heinz Kenning, Vorsitzender der Kolpingsfamilie Sögel-Stavern, die Vertreter der dem Bezirksverband Hümmling angeschlossenen Kolpingfamilien.

Wie die Kolpinger weiter mitteilen, stellte Markus Silies als Kolping-Diözesansekretär die 2017 veröffentlichte Emsland-Studie des Berlin-Institutes für Bevölkerung und Entwicklung vor. „Dass sich das Emsland vom Armenhaus der Republik zur blühenden Landschaft entwickelt hat, liegt am anpackenden Menschenschlag in der Region und am vielfältigen Engagement rund um den eigenen Kirchturm“, führte Silies aus.

Kulturelle Vielfalt bereichernd

Das Projekt „Macher: Mit aktiven Christen – Heimatverbunden, engagiert, richtungsweisend“ des Kolping-Bildungshauses-Salzbergen setzt an dieser Stelle an, erläuterte Kerstin Heeke. „Mit dem Projekt möchten wir die Ergebnisse der Emsland-Studie weiterentwickeln, um das Ehrenamt zu stärken und gewachsene Strukturen zukunftsfähig zu machen“, erklärte sie.

Wie wichtig dabei die Vernetzung von Kirche und Kommune ist, stellte Sögels Bürgermeisterin Irmgard Welling (CDU) heraus. Sie berichtete, wie sie durch ihr kirchliches Engagement motiviert worden sei, auch auf politischer Ebene Verantwortung zu übernehmen. Gleichzeitig wies sie auf die Bedeutung der Zuwanderung für die Gemeinde Sögel hin „Ich erlebe die kulturelle Vielfalt aus über 40 Nationen als bereichernd für die Gemeinschaft.“

Ideen Einzelner stärken

Dem konnte auch Hubert Bischof zustimmen und verwies auf seine Erfahrungen als Pfarrer in der Grafschaft Bentheim. „Ich habe dort gelernt, wie wichtig es ist, auch Ideen Einzelner zu stärken, die querdenken und die Dinge einfach machen.“ Als Beispiel nannte er den mobilen Einkaufswagen, der die bestehenden kommunalen und kirchliche Angebote ergänzt.

An die Podiumsdiskussion schloss sich ein Austausch mit den Vertretern der Kolpingsfamilien an. „Ein starkes Ehrenamt ist für eine positive Entwicklung von großer Bedeutung“, stellte Bezirksvorsitzender Paul Krupinski zum Abschluss des Bezirksbildungstages fest.


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