Strafe zur Bewährung ausgesetzt Drogenhandel: Amtsgericht Papenburg verurteilt 22-Jährigen

Von Insa Pölking

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Wegen Drogenbesitz und Drogenhandel ist ein 22-jähriger Mann vom Amtsgericht Papenburg zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpaWegen Drogenbesitz und Drogenhandel ist ein 22-jähriger Mann vom Amtsgericht Papenburg zu einer Jugendstrafe verurteilt worden. Symbolfoto: Frank Leonhardt/dpa

isp Papenburg. Wegen gewerblichen Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge sowie unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln hat das Amtsgericht Papenburg einen 22-jährigen Mann aus dem nördlichen Emsland zu einer zweijährigen Jugendstrafe verurteilt. Die Haftstrafe wird zu einer dreijährigen Bewährungsstrafe ausgesetzt.

Darüber hinaus ordnete Amtsgerichtsdirektor Gerhard Többen als Vorsitzender Richter, die 9975 Euro, die der junge Mann in den drei Monaten durch die Drogengeschäfte einnahm, zum Verfall an. Die Kosten des Verfahrens trägt ebenfalls der Angeklagte. Damit kam der Vorsitzende den Forderungen des Staatsanwaltes größtenteils nach.

„Das sind ganz erhebliche Taten, die Ihnen hier nachgewiesen wurden“, wandte sich Többen an den Emsländer. „Hätten Sie diese Taten ein wenig später begangen, dann wären wir mit einer Jugendstrafe höchstwahrscheinlich nicht mehr hingekommen.“

Kiloweise Marihuana

In der Zeit von November 2016 bis Januar 2017 hat der 22-Jährige in Papenburg und Umgebung kiloweise mit Marihuana gehandelt und war zudem im Besitz von zwölf Gramm der Partydroge MDMA. Dem jungen Mann wurde außerdem vorgeworfen, Ende Dezember 2016 mit drei weiteren Personen bei Rhede über die Grenze in die Niederlande gefahren zu sein, um 300 Ecstasy-Tabletten zu kaufen. Auf dem Rückweg nach Deutschland soll der 22-Jährige zudem ein Kilogramm Marihuana erworben haben. Dies bestritt der Angeklagte während der Verhandlung jedoch.

Angeklagter kooperiert

In einigen Fällen zeigte sich der Verurteilte geständig und kooperierte mit dem Gericht, sodass auf die Vernehmung weiterer Zeugen verzichtet werden konnte. Die Geständnisse sowie ein eintragsfreies Vorstrafenregister wirkten zudem strafmildernd.

Zeugenaussagen zufolge soll der junge Mann die Drogen auch zur Finanzierung der eigenen Sucht verkauft haben. Der Angeklagte selber begründete seine Taten jedoch mit der Chance auf schnelles Geld, um sich unter anderem das Geld für ein Auto ersparen zu können. „Eines hat zum Anderen geführt“, sagte der Angeklagte am Ende der Verhandlung. „Ich habe nicht überlegt und es war eine ganz dumme Geschichte.“


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