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08.11.2018, 06:10 Uhr KOMMENTAR

Zur Wohnungslage in Papenburg: Balance muss stimmen

Kommentar von Gerd Schade

Der Garten hinter dem Gebäude entlang des Stichweges zur Straße Alter Schulweg wurde bereits gerodet. Foto: Daniel Gonzalez-TepperDer Garten hinter dem Gebäude entlang des Stichweges zur Straße Alter Schulweg wurde bereits gerodet. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Bei der Schaffung von Wohnraum in Papenburg muss die Stadt darauf achten, dass die Balance für unterschiedliche Preiskategorien gehalten wird. Ein Kommentar.

Das geplante Wohn- und Geschäftshaus wird das Bild am Papenburger Hauptkanal verändern. Die Lage ist attraktiv, Wohnraum im gesamten Stadtgebiet stark nachgefragt, das Projekt mit Miet- und Eigentumswohnungen verspricht kräftige Rendite.

Da wirkt das für den Geschäftsbereich vorgesehene Café inklusive Backshop fast wie ein notwendiges Beiwerk, um den Vorgaben der Stadt zu entsprechen. Dabei hätte die von Ratspolitikern gerne als „Flaniermeile“ beschriebene Strecke am Hauptkanal zwischen Deverweg und B 70 durchaus einen kreativeren Ansatz für ein Geschäft verdient, um der genannten Bezeichnung ein Stück weit gerechter zu werden.

Und doch hat die Stadt gut daran getan, die Schaffung von Erdgeschosswohnungen in zentralen Einzelhandelsbereichen zu untersagen. Andernfalls würde hier der Wohnungswirtschaft unkontrolliert Tür und Tor geöffnet, was für den Einzelhandel einem Schlag ins Kontor gleichkäme.

Überdies muss die Balance beim Wohnraumangebot in Papenburg stimmen. Es fehlen vor allem Wohnungen für den kleineren Geldbeutel.


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