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06.11.2018, 17:19 Uhr KOMMENTAR

Kirchliche Gremien gewinnen im Emsland an Einfluss

Kommentar von Hermann Hinrichs

Im Bistum Osanbrück stimmen am 10. und 11. November die Katholiken über die Besetzung der Gremien in den Kirchengemeinde ab. Foto: Silas Stein/dpaIm Bistum Osanbrück stimmen am 10. und 11. November die Katholiken über die Besetzung der Gremien in den Kirchengemeinde ab. Foto: Silas Stein/dpa

Papenburg. Auch in den Kirchengemeinden im nördlichen Emsland finden am 10. und 11. November 2018 die Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen statt. Ein Kommentar.

Man mag es auf den ersten Blick nicht vermuten, doch die Rolle, die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände innerhalb der Kirche haben, wird immer bedeutsamer.

Immer mehr prägen Ehrenamtliche das Erscheinungsbild der Kirche in der Öffentlichkeit. Sie geben Impulse, haben Ideen, bewirken Neues und packen das alles mit viel Tatkraft an. Zudem sind sie personell ein Stück weit auch der ruhende Pol in einem oftmals recht wechselhaften Umfeld, bestehend aus haupt- und nebenamtlichen Pastoren, Diakonen, Pastoralreferenten und Gemeindereferenten.

Dass gerade Pfarrgemeinderäte einen wachsenden Einfluss auf das Geschehen in den jeweiligen Kirchengemeinden haben, wird auch dadurch begünstigt, dass die Zahl der Geistlichen sinkt und beispielsweise Gemeindereferenten nicht um Einstellung Schlange stehen. Das Prinzip, einsatzfreudigen Gläubigen mehr Möglichkeiten in der Gestaltung von Kirche einzuräumen, mag zwar in erster Linie der Not geschuldet sein, bringt aber die Kirche zugleich ihrer eigentlichen Basis ein Stück näher.

Daher kann es nur im Interesse eines jeden Katholiken sein, diesen Menschen durch ihr Votum den Rücken zu stärken. Die Katholiken in St. Nikolaus Sustrum haben da vor vier Jahren schon mal ordentlich vorgelegt: Die Wahlbeteiligung lag dort bei 50 Prozent. Das geht bestimmt auch andernorts.


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