Mehr als 300.000 Euro bewilligt Bund fördert Forschungsprojekt der Ems-Achse

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Über die Förderung für das Forschungsprojekt freuen sich Gitta Connemann und Dirk Lüerßen. Das Foto zeigt die beiden im Gespräch in der Themenhalle „Lust aufs Land“ bei der Internationalen Grünen Woche in diesem Jahr in Berlin. Foto: Wachstumsregion Ems-AchseÜber die Förderung für das Forschungsprojekt freuen sich Gitta Connemann und Dirk Lüerßen. Das Foto zeigt die beiden im Gespräch in der Themenhalle „Lust aufs Land“ bei der Internationalen Grünen Woche in diesem Jahr in Berlin. Foto: Wachstumsregion Ems-Achse

Papenburg. Mit mehr als 300.000 Euro fördert der Bund ein Forschungsvorhaben des Wirtschaftsnetzwerkes Wachstumsregion Ems-Achse. In dem Projekt soll herausgearbeitet werden, warum einige Regionen florieren und was sie stark macht.

Mehr als 50 Prozent der Deutschen leben auf dem Land. Allerdings unterscheiden sich die Regionen deutlich. Wieso sind manche Gebiete von Arbeitslosigkeit und Abwanderung überschattet? Und warum boomt es in anderen ländlichen Regionen?

Antworten auf diese Fragen soll die Ems-Achse mit Sitz in Papenburg liefern. Dafür wird der Bund das Projekt unter dem Titel „Starke Regionen – Starke Wirtschaft“ mit exakt 317.820,95 Euro fördern.

„Gespannt, was wir lernen können“

Erforscht werden soll, warum einige Regionen florieren und was sie stark macht. Gleichzeitig sollen Potenziale, Herausforderungen und Erfolgsfaktoren für Nachahmer-Regionen herausgearbeitet werden. „Wir sind selber gespannt, was wir von anderen Regionen lernen können – und was wir vielleicht besonders gut machen“, erklärt Ems-Aches-Geschäftsführer Dirk Lüerßen in einer Pressemitteilung.

Die Ems-Achse führt das Vorhaben im Verbund mit einer wissenschaftlichen Politikberatungsfirma aus Darmstadt durch. Die Kosten für den Part der Ems-Achse belaufen sich nach eigenen Angaben auf rund 245.000 Euro. Der Bund wird 80 Prozent der Gesamtausgaben übernehmen. Die Darmstädter werden den Angaben zufolge ebenfalls mit einer Summe von rund 318.000 Euro vom Bundeslandwirtschaftsministerium gefördert. Die Gelder sind bis zum 31. Oktober 2021 bewilligt.

Leben und Arbeiten

„Ostfriesland, Emsland und die Grafschaft Bentheim haben sich großartig entwickelt“, so Lüerßen. „Wir erleben täglich, dass ländlichen Räumen die Zukunft gehören kann, wenn erkannt wird, dass man hier nicht nur hervorragend leben kann, sondern auch eine Vielzahl spannender Arbeitsplätze findet.“

Die hiesige CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann wertet die Förderung als „nicht nur ein Segen für die Ems-Achse, sondern für ländliche Regionen in ganz Deutschland.“ Die Region habe sich durch Weitsicht, kluge Entscheidungen und Fleiß vom Armenhaus Deutschlands zur bundesweiten Wachstumslokomotive entwickelt.

Lüerßen dankte Connemann, weil sie sich für das Forschungsprojekt bei Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) persönlich stark gemacht habe. Connemann verantwortet als stellvertretende Vorsitzende auch das Thema Ländliche Räume für die CDU/CSU-Bundestagsfraktion. „Die ländlichen Regionen in Deutschland entwickeln sich höchst unterschiedlich. Wenn wir die Gründe dafür kennen, können wir als Gesetzgeber reagieren. Denn keine Region darf dauerhaft abgehängt werden“, so die Christdemokratin.


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