Katholiken wählen Gremien Emsland-Nord: 740 Kandidaten stellen sich zur Wahl

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„Deine Stimme – Deine Kirche“: Zur Beteiligung an der Wahl der Kirchengremien im Dekanat Emsland-Nord an diesem Wochenende rufen Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer und Dekanatsreferent Christian Griep-Raming (links) auf. Foto: Klaus Dieckmann„Deine Stimme – Deine Kirche“: Zur Beteiligung an der Wahl der Kirchengremien im Dekanat Emsland-Nord an diesem Wochenende rufen Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer und Dekanatsreferent Christian Griep-Raming (links) auf. Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. Mehr als 50.000 Katholiken im Dekanat Emsland-Nord sind am kommenden Wochenende, 10. und 11. November, zur Neuwahl von Pfarrgemeinderäten und Kirchenvorständen aufgerufen. Für die Gremien in den 45 Kirchengemeinden des Dekanats kandidieren insgesamt rund 740 Frauen und Männer.

„Deine Stimme – Deine Kirche“ lautet das Motto zur Wahl der Kirchengremien im Bistum Osnabrück. Dazu sind ab Mitte des Jahres auch in allen Kirchengemeinden des Dekanats Emsland-Nord Wahlvorstände gebildet und Kandidatenlisten aufgestellt worden. Am Samstag und Sonntag nun können die katholischen Christen über die Zusammensetzung der örtlichen Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände entscheiden.

Gute Bereitschaft zum ehrenamtlichen Mitwirken

In den Kirchengemeinden des Dekanats Emsland-Nord bewerben sich nach Darstellung von Dekanatsreferent Christian Griep-Raming rund 350 Kandidaten um ein Mandat im Kirchenvorstand. 390 Frauen und Männer stellen sich zur Wahl um einen Sitz im Pfarrgemeinderat. Angesichts der Zahlen spricht Griep-Raming von einer durchweg guten Bereitschaft zum ehrenamtlichen Mitwirken.

„Wir dürfen dankbar sein für jeden, der sich engagiert“, bekräftigt Dechant Franz Bernhard Lanvermeyer. Insofern sei mit einer guten Wahlbeteiligung auch ein wichtiges Signal an die Kandidatinnen und Kandidaten verbunden, dass deren Engagement gewürdigt werde. Worte des Dankes richtet Lanvermeyer in diesem Zusammenhang gleichfalls an die Frauen und Männer, die über viele Jahre in den Kirchengremien mitgearbeitet hatten, und sich nicht erneut zur Wahl gestellt haben.

Wahlordnung im Bistum Osnabrück geändert

Im Vorfeld des Urnenganges hatte das Bistum die Wahlordnung für den Pfarrgemeinderat dahingehend geändert, dass die örtlichen Gremien in einer Spanne zwischen fünf und 18 Sitzen selbst über die Anzahl der zu wählenden Mitglieder entscheiden durften. Vielfach wurden die Listen dann nur bis zur Zahl der zu vergebenden Mandate aufgefüllt. Aber ebenfalls eine derartige „Bestätigungswahl“ verdiene eine hohe Wahlbeteiligung, wirbt Dechant Lanvermeyer ausdrücklich dafür, das Stimmrecht wahrzunehmen. Denn eine gute Wahlbeteiligung sei auch ein Zeichen dafür, dass die Menschen in der Kirchengemeinde Vertrauen in die Arbeit ihrer Gremienmitglieder setzten.

Das Dekanat Emsland-Nord, mithin das größte der zehn Dekanate im Bistum Osnabrück, zählt etwa 79.000 Katholiken. Wahlberechtigt davon sind die rund 54.000 Gemeindemitglieder ab 16 Jahren. Bistumsweit sind um die 400.000 Katholiken (Gesamtzahl 560.000) dazu aufgerufen, in mehr als 200 Gemeinden die Mitglieder von Pfarrgemeinderat und Kirchenvorstand zu wählen. Die Wahlperiode für die Mitglieder der Kirchengremien beträgt vier Jahre.

Pfarrgemeinderat stellt Weichen für lebendiges Gemeindeleben

Der Pfarrgemeinderat nimmt nach Darstellung des Bistums teil an der Leitungsaufgabe der Kirchengemeinde. Er stellt die Weichen für ein lebendiges Gemeindeleben und setzt sich dafür ein, möglichst viele zu beteiligen. Er arbeitet eng zusammen mit dem Pastoralteam, dem Kirchenvorstand und, wo vorhanden, dem ehrenamtlichen Gemeindeteam.

Konkret kümmert sich der Pfarrgemeinderat zum Beispiel um lebensnahe seelsorgliche Angebote, den wirkungsvollen Einsatz für Bedürftige und Notleidende vor Ort, eine zeitgemäße Glaubenskommunikation (Tauf-, Erstkommunion- und Firmkatechese), einladende Begegnungen und Feste sowie um die Zusammenarbeit mit außerkirchlichen Gruppen und Einrichtungen.

Finanzen und Verwaltung liegen beim Kirchenvorstand

Der Kirchenvorstand vertritt indes die Kirchengemeinde. Er ist zuständig für die finanziellen und verwaltungsmäßigen Angelegenheiten der Kirchengemeinde. Insbesondere stellt er den Haushalt auf und berät und entscheidet in allen vermögensrechtlichen Angelegenheiten. Auf diese Weise stellt er die Rahmenbedingungen der Seelsorge sicher. So kümmert sich der Kirchenvorstand unter anderem um finanzielle Ausgaben, die Einstellung von Mitarbeitenden, die Vermietung und Verpachtung von kirchlichen Immobilien, den Betrieb von Kindertagesstätten sowie andere Rechtsgeschäfte.


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