Fazit trotz Mehrkosten positiv Aschendorfer Gut Altenkamp durch „Díner“ spürbar belebt

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Zeremonienmeister: Mit Zylinder und im Frack empfing Ansgar Ahlers die Besucher des Grand Voyage Díner. Foto: Katharina Preuth/ArchivZeremonienmeister: Mit Zylinder und im Frack empfing Ansgar Ahlers die Besucher des Grand Voyage Díner. Foto: Katharina Preuth/Archiv

Papenburg. Um gut 12.000 Euro teurer ausgefallen als kalkuliert, ist das Grand Voyage Díner (GVD) auf Gut Altenkamp in Aschendorf. Die Bilanz zur Premiere der interaktiven, musikalisch-kulinarischen Zeitreise fällt aus Sicht des Papenburger Kulturreferenten dennoch positiv aus. 2020 soll es eine zweite Auflage geben.

„Ich bin fest davon überzeugt, dass uns die Leute dann die Bude einrennen werden“, sagte Ahlers in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur. Zur Premiere waren an den drei Aufführungstagen Mitte September exakt 246 Besucher registriert worden. Jede Vorstellung dauerte rund sechs Stunden. Das Konzept war eine Kombination aus Live-Spielszenen an verschiedenen Stellen im Gut, einem barocken Menü und einer aufwändigen Lasershow („Projection Mapping“ auf der Altenkamp-Fassade. Mehr als 50 Darsteller, darunter das Schauspieler-Duo Christiane Leuchtmann und Hans-Peter Korff, Techniker, Köche und Helfer waren an der Produktion beteiligt.

12.000 Euro mehr gekostet

Das GVD habe zwar einen sehr großen Aufwand erfordert, „aber es gibt in der Region nichts Vergleichbares“, betonte Ahlers. In bisher nicht da gewesener Form sei die Geschichte des Gutes Altenkamp erlebbar gemacht worden. Zudem sei das Ziel, das Gut mit dem GVD zu bewerben, erreicht worden. (Eine eher kritische Sicht auf die Produktion lesen Sie hier: Grand Voyage Díner in Aschendorf nicht überzeugend)

Die Gesamtkosten waren mit 55.000 Euro veranschlagt worden. Am Ende standen gut 67.000 Euro zu Buche. Ausschlaggebend für den finanziellen Mehraufwand waren Ahlers zufolge „unkalkulierte Kosten“ unter anderem für Sicherheitsdienste, Reisekosten und Werbung.

Bei den Ausschussmitgliedern stieß das GVD auf positive Resonanz. Ahlers habe das Gut Altenkamp spürbar belebt, lobte Ausschussvorsitzender Burkhard Remmers (CDU). „Zum Glück haben wir einen Künstler zum Kulturreferenten gemacht.“ Das habe Kosten gespart. Denn andernfalls hätte man für das GVD einen externen Regisseur engagieren müssen. Ahlers, der aus der Filmbranche stammt, hatte das Drehbuch für das Díner selbst geschrieben und auch Regie geführt.

Ralf Diedrichs (SPD) sprach von einer „tollen Visitenkarte für die ganze Stadt“. Und Laurens Westers fand das GVD „absolut Spitze“. Die Veranstaltung habe die Besucher in eine andere Welt entführt. „Vom Haus war fast nichts wiederzuerkennen“, meinte Westers.


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