Blumenschau, Bauhof, Nordtangente So steht es um die Großprojekte in Papenburg

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Der erste Bauabschnitt zur Vollsanierung der Seeschleuse kann nach Angaben der Stadt Papenburg voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen. Foto: Christoph Assies/ArchivDer erste Bauabschnitt zur Vollsanierung der Seeschleuse kann nach Angaben der Stadt Papenburg voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen. Foto: Christoph Assies/Archiv

Papenburg. Mittelkanalschule, Blumenschau, Seeschleuse, Bauhof und Nordtangente: Der Papenburger Ausschuss für Finanzen und Controlling hat sich einen Überblick über die laufenden und anstehenden Großprojekte in der Fehnstadt verschafft.

Den Sachstand gaben der Leiter des Fachbereiches Finanzen, Jürgen Schendzielorz, und Blumenschau-Projektleiter Heiko Abbas.

Mittelkanalschule: Auf der Großbaustelle, auf der nach Beginn der Arbeiten im Frühjahr wegen Problemen mit der Wasserhaltung mehrere Wochen Stillstand herrschte, soll im Rahmen des ersten Bauabschnittes (Neubauteil) Mitte November Richtfest gefeiert werden. Laut Stadt liegen die Kosten trotz der zusätzlichen Wasserhaltung noch im Rahmen, die Höhe der Stillstandskosten liegen noch nicht fest. Teilneubau, Sanierung, Erweiterung ist mit Gesamtkosten in Höhe von 3,45 Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung ist im Frühjahr 2020 vorgesehen.

Blumenschau: „Die Grundplanung steht“, teilte Abbas mit. Die Arbeiten im Stadtpark seien bereits angelaufen (wir berichteten). Unter anderem wurde eine Wildblumenwiese angelegt. Die Schau läuft 2019 vier Monate (Juni bis September) mit laut Abbas „allein rund 300 Blumenkübeln“ entlang des Hauptkanals sowie an 19 Tagen unter anderem mit Themengärten im Stadtpark. Was den Hauptkanal betrifft, wolle man die Geschäftsleute „aus der Reserve locken“, damit sie die Blumenschau mit Aktionen bespielen, sagte Abbas. „Schließlich stellen wir ihnen mit der Schau auch eine tolle Plattform hin.“ Die Geländeplanung solle im November abgeschlossen werden.

Abbas betonte, dass man bestrebt sei, sich so weit wie möglich unterhalb der fixierten Kostenobergrenze (700.000 Euro) zu bewegen. Aktuell werde mit 681.000 Euro gerechnet. „Wir versuchen, uns weiter runterzuarbeiten“, so Abbas. Mit einer Förderung durch die Ems-Dollart-Region rechnet er, weil drei niederländische Gemeinden bei der Schau mitmachen.

Seeschleuse: Die Landesförderbank (N-Bank) hat die Landesmittel in Höhe von acht Millionen Euro zu den Gesamtkosten in Höhe von 20 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt zur Vollsanierung bewilligt. Der Landkreis steuert sechs Millionen Euro bei. Die Ausführungsplanung soll im Januar 2019 abgeschlossen sein, der erste Spatenstich könne im Herbst 2019 erfolgen, avisierte Schendzielorz.

Bauhof: Um den geplanten Neubau, den die Stadt 2016 aus Kostengründen auf Eis gelegt hatte, kümmert sich ein Projektmanager, der zum 1. November seine Tätigkeit bei der Stadt aufnimmt. Bis zu einer Entscheidung läuft die Arbeit mit provisorischen Lösung (Umwandlung der früheren Wohnung des Bauhofleiters in Büros und Umkleiden, Containernutzung) weiter. „Hier herrscht kein Stillstand“, betonte Erster Stadtrat Hermann Wessels.

Sporthalle Kleiststraße: Für die Sanierung gibt es bislang lediglich eine erste Kostenschätzung: rund 3,4 Millionen Euro. Weil Schüler des Gymnasiums die Halle mitnutzen, solle sich der Landkreis zur Hälfte an der Sanierung beteiligen. Der genaue Umfang sei noch festzulegen. Nicht eingerechnet sind die Kosten für den Anbau einer von den Grünen vorgeschlagenen Laufbahnhalle für Leichtathleten.

Nordtangente: Frühestens im Jahr 2020 kann Schendzielorz zufolge mit der Verlängerung der Nordtangente zwischen Flachsmeerstraße und Erster Wiek gerechnet werden. Das Planfeststellungsverfahren werde 2019 beginnen. Erst nach dessen Abschluss könnten Fördermittel beantragt werden.

Gleisbau im Hafen Süd: Anders als geplant wird mit den Arbeiten in diesem Jahr nicht mehr, sondern voraussichtlich erst im März 2019 begonnen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 560.000 Euro. Für die Stadt verbleiben nach Förderungen durch das Eisenbahn-Bundesamt und des Landes gut 70000 Euro an Eigenmitteln. Die Finanzierung ist laut Stadt gesichert.


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