Finanzausschuss billigt höheren Zuschuss Mehrkosten für HÖB-Umbau in Papenburg „sehr unerfreulich“

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Um exakt 413.500 Euro steigt der städtische Finanzierungsanteil für Umbau und Erweiterung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg. Symbolfoto: djdUm exakt 413.500 Euro steigt der städtische Finanzierungsanteil für Umbau und Erweiterung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg. Symbolfoto: djd

Papenburg. Nach längerer Debatte, letztlich aber ohne Gegenstimme hat sich der Papenburger Ausschuss für Finanzen und Controlling dafür ausgesprochen, den städtischen Zuschuss für Umbau und Erweiterung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) zu erhöhen.

Wie berichtet, belaufen sich die Gesamtkosten nach Ausschreibung der Gewerke nicht mehr auf gut drei Millionen, sondern auf knapp 3,9 Millionen Euro. Dadurch erhöht sich der städtische Finanzierungsanteil von etwas über 1,5 Millionen auf mehr als 1,9 Millionen Euro. Träger der HÖB sind die Stadt und der Landkreis Emsland.

Für den erhöhten Zuschuss stimmten CDU, Grüne, UWG und FDP. SPD und UBF enthielten sich der Stimme.

Pascal Albers (CDU) sprach von einer „sehr unerfreulichen Situation“. Aus seiner Sicht „mutet es ein wenig merkwürdig an“, dass der Mehraufwand bei der Planung offenbar nicht erkannt worden sei. Dennoch sprach er sich im Namen seiner Fraktion dafür aus, die Mehrkosten mitzutragen. Zur Begründung für die Mehrkosten waren seitens der Planer außer der boomenden Baukonjunktur die Erneuerung der Küchenausstattung und Hygieneanforderungen der Berufsgenossenschaft im Hinblick auf die Trennung von sauberer und schmutziger Wäsche genannt worden. Im Gegenzug soll auf den Bau eines weiteren Blockheizkraftwerkes und einer Terrasse verzichtet werden.

Nach Auffassung von Ralf Diedrichs (SPD) hätte vorher klar sein müssen, dass neue Küchengeräte angeschafft werden müssen. Da Papenburg finanziell „nicht annähernd“ so stark wie der Landkreis sei, plädierte er dafür, die HÖB die Mehrkosten über Kredite finanzieren zu lassen. Kämmerer Hermann Wessels riet von dieser Form einer „Umwegfinanzierung“ allerdings ab.

FDP-Ausschussmitglied Laurens Westers scheiterte mit einem Antrag, den Zuschuss zu erhöhen, um den Bau der Terrasse dennoch zu ermöglichen. „Das ist ein Stück Aufenthaltsqualität“, meinte er. Annette Pöttker (CDU) warnte davor, „freiwillig noch mehr zu geben“.


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