Dagmar Kuhr neue Vorsitzende Wechsel im Papenburger Fremdenverkehrsverein

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Den Vorsitz im Fremdenverkehrsverein hat Hermann Wessels (vorne links) an Dagmar Kuhr (vorne rechts) übergeben. Gewählt haben (hinten von links) Hermann Nehe, Sabrina Wendt, Kai Nehe, Winfried Nehe, der nach 35 Jahren den Vorstand verlässt, sowie Wilhelm Tepe.Foto: Christoph AssiesDen Vorsitz im Fremdenverkehrsverein hat Hermann Wessels (vorne links) an Dagmar Kuhr (vorne rechts) übergeben. Gewählt haben (hinten von links) Hermann Nehe, Sabrina Wendt, Kai Nehe, Winfried Nehe, der nach 35 Jahren den Vorstand verlässt, sowie Wilhelm Tepe.Foto: Christoph Assies

Papenburg . Der Fremdenverkehrsverein Papenburg hat im Rahmen seiner Generalversammlung eine neue Vorsitzende gewählt. Dagmar Kuhr führt ab sofort den Verein und folgt auf Hermann Wessels, der wegen seiner neuen Tätigkeit als Erster Stadtrat bei der Stadt Papenburg nicht wieder kandidierte. Mit Winfried Nehe zieht sich ein Gründungsmitglied des Vereins nach 35 Jahren aus dem Vorstand zurück.

Winfried Nehe war es, der mit weiteren Papenburgern, darunter der jetzige stellvertretende Vorsitzende Hermann Nehe, im April 1983 den Fremdenverkehrsverein gegründet hatte. „Der Fremdenverkehr in Papenburg hat sich sehr gut in all den Jahren entwickelt, jetzt ist es an der Zeit, die Arbeit an die jüngere Generation weiterzugeben“, so Winfried Nehe. Er dankte dem damaligen Bürgermeister Heinrich Hövelmann und dem früheren Stadtkämmerer Heinz-Josef Hermanns für die Unterstützung. Mit Hermann Wessels habe man nun im Rathaus wieder einen verlässlichen Partner, der als Erster Stadtrat „viel für den Tourismus tun wird.“ Nach Hermanns sei die Position im Rathaus in der Vergangenheit „nicht immer ideal besetzt“ gewesen, meinte Winfried Nehe.

Als Nachfolger des scheidenden Vorsitzenden Hermann Wessels schlug Winfried Nehe Dagmar Kuhr vor. „Sie kann in die Fußstapfen ihres Vaters Bernhard treten, der auch zu den Gründungsmitgliedern des Fremdenverkehrsvereins gehört.“ Für sein Amt des Kassenwartes im Vorstand stand Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt zur Wahl. „Ich bin davon überzeugt, dass weiterhin eine gute Verbindung ins Rathaus und gerade zur Wirtschaftsförderung wichtig ist“, meinte Winfried Nehe. Beide neuen Kandidaten wurden von den Mitgliedern einstimmig gewählt.

Papenburgs Ehrenbürgermeister Heinrich Hövelmann würdigte das Engagement von Winfried Nehe. „Ohne ihn wäre der Erfolg im Tourismus für Papenburg nicht so möglich gewesen“, betonte Hövelmann. Es sei entscheidend gewesen, dass es seinerzeit Personen gegeben habe, „die mit Herzblut für die Sache gearbeitet haben“.

Zahl der Individualgäste um sieben Prozent gestiegen

Hermann Wessels betonte in seiner letzten Ansprache als Vereinsvorsitzender, dass die Wirtschaft in Papenburg derzeit „unheimlich gut“ laufe. „Ich möchte daran mitarbeiten, dass die Zukunftsprojekte für den Tourismus nach vorne gebracht werden“, so Wessels. Seine Nachfolgerin Dagmar Kuhr betonte, sie wolle mit dem Fremdenverkehrsverein Papenburg touristisch weiter nach vorne bringen.

Kai Nehe, Chef der Papenburg Marketing GmbH (PMG), berichtete in seinem Rückblick auf die Saison 2018, dass die Stadt immer beliebter für Individualgäste werde. „Wir verzeichnen hier eine Steigerung von sieben Prozent“, so der PMG-Chef. In der Stadt generiere man einen Bruttoumsatz von 106 Millionen Euro aus dem Fremdenverkehr, und die PMG habe im vergangenen Geschäftsjahr durch 21 eigene Veranstaltungen auch eine signifikante Umsatzsteigerung gehabt. „Wir haben da in der Durchführung in den letzten zwei Jahren viel gelernt“, betonte Kai Nehe.

Finale Übernachtungszahlen lägen derzeit noch nicht vor, aber für das Besucherzentrum der Meyer Werft, das die PMG betreibt, prognostiziert Kai Nehe, „trotz des guten Sommers“, einen leichten Besucheranstieg im Vergleich zum Vorjahr.

Im kommenden Jahr will die PMG vor allem die Führungen im Besucherzentrum der Meyer Werft optimieren und die dortige Dauerausstellung in Zusammenarbeit mit den Schiffbauern weiterentwickeln. Für den Masterplan Alte Werft wiederholte der PMG-Chef sein Ziel, im Umfeld des ehemaligen Werftgeländes einen Museumshafen zu schaffen. „Wir wollen dort langfristig mehr Schiffe haben und sind dazu mit den Beteiligten in guten Gesprächen“, so Kai Nehe. Er dankte in dem Zusammenhang der Stadt Papenburg, die für das derzeit vor der Alten Drostei im Winterquartier liegende Schiff „Gertrud“ kurzfristig einen Stromanschluss installiert habe.


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