Premiere übertraf alle Erwartungen Termin für Steamfest 2019 in Aschendorf steht

In eine schrille Science-Fiction-Welt aus dem 19. Jahrhundert entführte das Steamfest im September 2017 die Besucher der barocken Gartenanlage von Gut Altenkamp in Aschendorf. Foto: Gerd SchadeIn eine schrille Science-Fiction-Welt aus dem 19. Jahrhundert entführte das Steamfest im September 2017 die Besucher der barocken Gartenanlage von Gut Altenkamp in Aschendorf. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Mehr Aussteller, größere Gastronomie und ein Viktorianischer Jahrmarkt: Auf volle Zustimmung sind im Papenburger Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur die Planungen für eine zweite Auflage des Steamfestes auf Gut Altenkamp in Aschendorf gestoßen. Das Kleinkunstfestival soll vom 13. bis 15. September 2019 stattfinden.

Kulturreferent Ansgar Ahlers teilte in der Ausschusssitzung am Mittwoch mit, dass die Premiere des Festes, das auf der Steampunk-Kultur – eine schrille Science-Fiction-Welt aus dem 19. Jahrhundert – basiert, alle Erwartungen übertroffen habe. Statt der erwarteten 1500 Besucher seien mehr als 3000 in den Barockgarten der historischen Anlage geströmt. Das Defizit habe sich auf knapp 4300 Euro beschränkt. Gerechnet habe man mit 15.000 Euro. Demgegenüber stehe eine enorme auch überregionale Resonanz auf das Fest, dessen Charakter sich aus einer literarischen Strömung aus den futuristischen Romanen von Jules Verne speist. Passend dazu soll es 2019 ein Theaterstück mit dem Verne-Titel „In 80 Tagen um die Welt“ geben.

Anfragen aus Belgien

Das Medienecho sei groß gewesen, so Ahlers, der insbesondere Marco Köttker aus seinem Papenburg-Kultur-Team für die Pionierarbeit lobte. Überdies habe man für das kommende Fest nicht nur wie beim ersten Mal Anfragen aus den Niederlanden, sondern auch aus Belgien registriert. Für Kinder ab 14 Jahren soll der Eintritt wieder frei sein. Zudem will Papenburg Kultur erneut mit der Gruppe „Dampfzirkus Papenburg“ zusammenarbeiten.

Durch einen „Zeittunnel“ aufs Festgelände

Ein „Zeittunnel“ soll die Besucher 2019 auf das Festgelände führen. Zur Eröffnung am Freitagabend ist Ahlers zufolge ein Konzert geplant. Am Samstag und Sonntag soll das ganze Gelände bespielt werden. Den Viktorianischen Jahrmarkt skizzierte der Kulturreferent mit „Pracht-Karussell, Riesenrad, Schiffsschaukel Spielständen und Marktwagen mit Zuckerwatte, Popcorn und heißen Mandeln“.

Das Zeug zum Alleinstellungsmerkmal

Die geschätzten Gesamtausgaben für das erweiterte Angebot bezifferte Ahlers auf 45.000 Euro. Davon sollen 30.000 Euro durch Ticketverkauf und Sponsoren gedeckt werden. Das Steamfest soll im Zweijahresrhythmus etabliert werden. Ziel sei ein „gesundes“ Wachstum, so Ahlers.

Im Ausschuss gab es ausschließlich lobende Worte. Andreas Eissing (CDU) sprach im Hinblick auf die Premiere von einer „tollen Idee“, die sehr gut umgesetzt worden sei und die die Stadt am Ende fast kein Geld gekostet habe. Peter Raske (SPD) freut sich nach eigenem Bekunden auf den historischen Jahrmarkt. Er habe das Zeug zu einem Alleinstellungsmerkmal für das Gut Altenkamp, vergleichbar mit dem „Kleinen Fest“ auf Schloss Clemenswerth in Sögel.


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