Ausbildungen vorgestellt Jugendliche erkunden die Welt der Meyer Werft

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Papenburg. Einen Einblick in die Ausbildungs- und Arbeitswelt der Meyer Werft haben sich am Donnerstag Jugendliche beim ersten Unternehmenstag von „Nordbord“ und der Werft verschafft.

Besonders technikinteressierte Jugendliche von 14 bis 18 Jahren aller Schulformen waren von „Nordbord“, dem Nachwuchs-Club der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie, eingeladen worden. Auch Julius Dombrowski war der Einladung gefolgt. Gemeinsam mit zehn anderen Schülern wurden ihm die Ausbildungs- und Jobmöglichkeiten vorgestellt.

Praktisch gearbeitet

Die Teilnehmer, die von 8.30 bis 14 Uhr auf der Werft waren, haben aber auch praktisch gearbeitet. In mehreren Arbeitsschritten haben sie, unterstützt von Auszubildenden der Werft, einen Handy-Halter aus Edelstahl gebaut. Dabei mussten sie in der Ausbildungswerkstatt, der „Akademie“, ihr Geschick unter Beweis stellen und präzise feilen, bohren und schweißen. Am Ende hielt Julius Dombrowski einen fertigen Halter für sein Smartphone in der Hand, den der 14-Jährige mit nach Hause nehmen konnte.

Angebot kommt gut an

Gut gefallen hat es ihm, wie er sagte. Zwar interessiere er sich für Technik und Elektronik, ob es künftig auch ein Job auf der Werft wird, das wusste der junge Mann aus Völlenerfehn noch nicht. Eigentlich wolle er Luftfahrttechniker werden, so der Michael-Oberschüler. Auch Jannis Lipka und Jonas Heinzmann, die das Gymnasium in Papenburg besuchen, gefiel der Tag auf der Werft sehr gut, besonders die aktive Mitarbeit, wie Lipka betonte. Heinzmann ergänzte: „Man merkt, dass die Auszubildenden hier Spaß haben.“

Austausch mit Auszubildenden

Genau diesen Spaß an den sogenannten Mint-Themen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft oder Technik) wolle man mit dem Unternehmenstag vermitteln, wie Melanie Kerker, Bildungsreferentin von „Nordbord“ erklärt. Zudem stehe der Austausch der Schüler mit den Auszubildenden im Vordergrund, wie Werft-Ausbildungskoordinator Günter Geerdes sagt. So könne ein niederschwelliger Zugang zu den jungen Leuten geschaffen werden, denn auch die Werft benötige künftig weitere Facharbeiter. Deshalb habe die Werft zusätzlich auch Kooperationen mit Schulen in der Umgebung abgeschlossen und somit einen guten Zugang zu den Fachleuten von morgen.

Nachfrage lässt nach

Jedoch spüre auch die Werft, dass die Nachfrage etwa nach einer Ausbildung zum Mechatroniker rückläufig sei, wie Ausbilder Wilfried Scheper weiß. Habe man vor einigen Jahren noch 150 Bewerbungen erhalten, sei es mittlerweile nur noch die Hälfte. Um so wichtiger seien die Angebote zur Nachwuchsgewinnung wie der Unternehmenstag, wie Kerker meint. Davon zeigt sich auch Erwin Siemens, Ausbildungsleiter der Werft, überzeugt: „Die Schüler erleben bei uns einen sehr vielseitigen Tag. Wir sind schon sehr gespannt darauf und hoffen, damit viele von ihnen für die Industrie und unser Unternehmen begeistern zu können.“

„Nordbord“ bietet Schülern zwischen 10 und 19 Jahren mit Interesse an MINT-Themen die Teilnahme an besonderen Tüftel-Projekten, Veranstaltungen und Unternehmensbesuchen in ganz Norddeutschland. Weitere Infos gibt es auf nordbord.de.


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