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16. Auflage eröffnet 120 Kinder übernehmen die Papenburger Pap(p)stadt

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Papenburg. Kinder an die Macht – was Herbert Grönemeyer bereits 1986 besang, wird in diesen Tagen in der Papenburger Kesselschmiede Realität. In der Pap(p)stadt haben 120 Mädchen und Jungen in der ersten Oktoberwoche das Sagen und können das alltägliche Leben spielerisch nachstellen. Die 16. Auflage ist am Dienstag eröffnet worden.

Fünf Tage leiten die Kinder die Firmen und regieren die Stadt. Die Jobs werden bei der Agentur für Arbeit verteilt. Einige sind direkt als Chef in die Unternehmen eingestiegen, andere sind angestellt oder vielleicht auch mal arbeitslos. Gezahlt wird alles mit den „Pabus“, der eigenen Währung. Am Dienstag steht die Bürgermeisterwahl an.

„Macht was draus“, gab Jugendausschussvorsitzender Pascal Albers den 10- bis 14-jährigen Kindern zum Auftakt mit auf den Weg. Organisiert wird die Pap(p)stadt wie in jedem Jahr von den angehenden Erziehern der Fachschule für Sozialpädagogik an den Berufsbildenden Schulen (BBS) und dem Fachdienst Jugend der Stadt. Albers bezeichnete die simulierte Stadt als „echtes Vorzeigeprojekt“, bei dem die Kinder auch mal die Chefrolle übernehmen können. „Es kann aber nur funktionieren, wenn ihr euch einbringt und dabei lernt, wie Gemeinschaft und Gemeinwesen funktionieren.“

„In dieser Woche könnt ihr zeigen, was ihr gelernt habt“

Michael Walker, BBS-Leiter für den Bereich Hauswirtschaft und Soziales, bedankte sich bei den angehenden Erziehern aus dem Oberstufenjahrgang für das Engagement. „In dieser Woche könnt ihr zeigen, was ihr gelernt habt. Aus Theorie wird Praxis - gleichermaßen spannend für Kinder und Erzieher“, so Walker. Seit Schuljahresbeginn beschäftigte sich der Oberstufenjahrgang mit der Vorbereitung der Pap(p)stadt.

Alles, was es zum Leben braucht

Bis Samstagnachmittag bauen sich die Jungen und Mädchen ihre eigene Stadt mit eigenen Regeln und Einrichtungen auf. Vom Bäcker und einer Eisdiele, über einen Friseur, einen Floristen, einen Tischler, einen Supermarkt, einen Juwelier, einem Modelabel, einer Schokoladenfabrik bis hin zum Ordnungsamt – alles, was es zum Leben braucht, gibt es in kleiner Form in der Kesselschmiede. „Wir nehmen unsere Aufgabe ernst und können bei Zuwiderhandlungen auch Läden schließen“, teilen die angehenden Erzieherinnen Lea Weber und Vanessa Kuiper mit, die beim Ordnungsamt die Geschicke leiten.

Gezahlt wird mit „Pabus“

Fünf Tage leiten die Kinder die Firmen und regieren die Stadt. Die Jobs werden bei der Agentur für Arbeit verteilt. Einige sind direkt als Chef in die Unternehmen eingestiegen, andere sind angestellt oder vielleicht auch mal arbeitslos. Gezahlt wird alles mit den „Pabus“, der eigenen Währung. Auch eine Bürgermeisterwahl wird durchgeführt. Die Veranstaltung endet am Samstag mit einem großen Stadtfest.

„Stadt in der Stadt“

Nach Angaben des Fachdienstes Jugend startete die Pap(p)stadt im Jahr 2003 mit der Idee, eine kleine „Stadt in der Stadt“ für Kinder anzubieten, um diesen auf spielerische Weise die Funktionsweise einer richtigen Stadt näher zu bringen. Hinter der „Spielstadt“ verbirgt dem Fachdienst zufolge ein Konzept, das pädagogische, kulturelle und politische Ziele miteinander verbinden soll.


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