Produkte aus eigener Herstellung Papenburger Bauernmarkt 2018: „Geiz ist nicht immer geil“

Von Hermann-Josef Tangen

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Papenburg. Von Obst und Gemüse über Milch- und Fleischprodukte sowie eingemachte Spezialitäten bis hin zu Wolle und Handarbeitserzeugnissen reichte das Angebot, mit dem am Sonntag der 20. Bauernmarkt auf dem Mühlenplatz in Papenburg aufwartete. Viele Besucher verbanden ihren Marktbummel mit einem Abstecher zum Hauptkanal, wo der Papenburger Autoring zu seiner Herbstschau eingeladen hatte.

„Geiz ist nicht immer geil, besonders wenn es um Lebensmittel geht“, sagte der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke (CDU) bei der Eröffnung der gut besuchten Veranstaltung. Auf dem Bauernmarkt werde gezeigt, was regionale und saisonale Lebensmittel wirklich wert sind und was für einen hohen Stellenwert die heimische Landwirtschaft für die Verbraucher habe. Ziel der von dem Papenburger Arbeitskreis Lokale Agenda 21 für Ernährung und Landwirtschaft sowie dem Mühlenverein durchgeführten Veranstaltung war es, der Öffentlichkeit die regionalen Nahrungsmittel vorzustellen und eine erntefrische Auswahl zu vermarkten.

25 Anbieter, die zum Teil schon seit Beginn der Veranstaltungsreihe im Jahr 1999 dabei sind, zeigten an ihren Verkaufs- und Infoständen auf dem Platz vor Meyers Mühle ihr umfangreiches Sortiment aus eigener Produktion und luden zu Mitmachaktionen ein. Im Rahmen der Mühlenbesichtigung konnten sich die Besucher interaktiv über die Geschichte von Meyers Mühle und die Arbeit des Müllers informieren.

„Streichelzoo“ mit Ziegen, Schafen, Gänsen und Hühnern

Der Soziale Ökohof St. Josef vertrieb eigene Produkte und die Initiative Solidarische Landwirtschaft aus Rhede informierte über ihr Projekt. „Landwirtschaft im Wandel“ lautete das Thema einiger Naturschutzgruppen, die mit Informationstafeln vertreten waren. Zusammen mit den Berufsbildenden Schulen Meppen informierten Landwirte aus der Region über die landwirtschaftliche Berufsausbildung.

Der Landwirtschaftliche Ortsverein forderte die Besucher als Teil der Verlosung dazu auf, das Alter eines Kälbchens zu erraten und der Soziale Ökohof St. Josef hatte einen „Streichelzoo“ mit Ziegen, Schafen, Hühnern und Gänsen aufgebaut, der besonders die Kinder anzog.

In einer „Gourmetmeile“ luden örtliche Restaurants dazu ein, ihre Spezialitäten sowie ausgewählte regionale Gerichte zu probieren, und für den kleinen Hunger standen Imbiss- und Getränkestände bereit. In der frisch renovierten Mühle verkaufte der Mühlenverein frisch gebackenes Brot aus dem Steinofen.

Bereichert wurde der Bauernmarkt durch Musikdarbietungen der Jagdhornbläser Diana, des kleinen Musikensembles der Musikschule des Emslandes, des Harmonikaklubs Papenburg und der Gruppe Smilin‘ Shamrock. Die Volkstanzgruppe aus dem Rheiderland unterhielt die Gäste mit mehreren Tänzen und die Leher Kröchenklütkers stellten eine Auswahl ihrer historischen Landmaschinen und Geräte aus.


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