Vor Amtsgericht Meppen Zweite Verhandlungsrunde zu Einbrüchen auf dem Hümmling

Von Heiner Harnack

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Vor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Meppen ist die Verhandlung gegen ein angeklagtes Paar in die zweite Runde gegangen. Foto: Hermann-Josef Mammes/ArchivVor dem Schöffengericht des Amtsgerichts Meppen ist die Verhandlung gegen ein angeklagtes Paar in die zweite Runde gegangen. Foto: Hermann-Josef Mammes/Archiv

Meppen/Sögel. In die zweite Verhandlungsrunde ist vor dem Amtsgericht Meppen der Prozess gegen ein angeklagtes Paar gegangen. Ihm wird vorgeworfen, mehrere Einbruchsdiebstähle auf dem Hümmling begangen zu haben. Dazu kommt der Vorwurf, nach den Einbrüchen mit gestohlenen EC-Karten höhere Geldbeträge aus Bankautomaten gezogen zu haben.

Gleich zu Beginn des zweiten Verhandlungstages vor dem Schöffengericht wurde es turbulent. Der Anwalt des Angeklagten mutmaßte, ob Zeugen sich abgesprochen haben könnten mit dem Ziel, seinen Mandanten „aus Rache“ hinter Gitter zu bringen. Insgesamt waren elf Zeugen geladen. Mehrere von ihnen, darunter offenbar auch eine Ex-Freundin des Beschuldigten, die nicht mehr gut auf ihn zu sprechen sei, verstrickten sich bei ihren Aussagen in Widersprüche.

Einbruch in Pizzeria

Bei den Taten geht es unter anderem um einen Einbruch in die Grundschule Spahnharrenstätte und eine Pizzeria in Sögel. In der Pizzeria soll der Angeklagte mit einem Mittäter große Zerstörungen und Schmierereien mit Lebensmitteln begangen haben.

Zwei Polizisten sagten aus, dass bei verschiedenen Einbrüchen EC-Karten gestohlen worden seien. Anhand von Fotos und Videoaufzeichnungen hätten sich Hinweise auf den Angeklagten ergeben. Mehrere Zeugen waren sich nach übereinstimmenden Aussagen sicher, die Mitangeklagte anhand ihrer schwarzen Kleidung und ihrer Gangart – sie ist schwanger – erkannt zu haben. Beides zog der Verteidiger stark in Zweifel.

Eine Zeugin behauptete, dass ein Polizeibeamter Informationen über eine bevorstehende Hausdurchsuchung weitergegeben habe. Eine weitere Zeugin brachte mit ihren offensichtlichen Widersprüchen den Richter dermaßen in Rage, dass er ihr mit Arrest drohte. Auch der Staatsanwalt musste die Frau mehrfach belehren, dass sie die Wahrheit zu sagen habe. Zu offensichtlich waren die Widersprüche der Aussagen bei der Polizei und vor dem Schöffengericht.

Die beiden nächsten Termine in dem Prozess sind für Mittwoch, den 17. Oktober, und Mittwoch, 7. November, angesetzt.


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