Konzert im Kolpinghaus Ugly Kid Joe begeistern 350 Zuschauer in Papenburg

Von Daniel Gonzalez-Tepper und und Hermann Brinkmann

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Papenburg. 350 Zuschauer hat die US-amerikanische Hard-Rock-Band Ugly Kid Joe am Donnerstagabend in das Kolpinghaus in Papenburg gelockt. Das Konzert war damit nach Angaben des Veranstalters ausverkauft.

Von Kids, also dem Kindesalter, sind diese Herren weit entfernt. Sänger Whitfield Crane, Gitarrist Klaus Eichstadt und Bassist Cordell Crockett, die zu den Gründungsmitgliedern von Ugly Kid Joe gehören, haben die 50-Jahre-Marke inzwischen überschritten. Eine wilde Bühnenshow mit Stagediving oder anderen verrückten Dingen darf man von dieser Band, die in den 1990er Jahren ihre Hochphase hatte und große Bühnen wie Rock am Ring (Hauptbühne wohlgemerkt) bespielte, nicht erwarten. Und auch optisch wirkt Whitfield Crane, der inzwischen mit Kurzhaarfrisur statt mit wilder Langhaarmähne ans Mikrofon tritt, eher nicht wie ein Hard-Rock-Sänger.

Legte vor 350 Zuschauern einen soliden Auftritt im Kolpinghaus Papenburg hin: Die Hard-Rock-Band Ugly Kid Joe. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Enttäuscht wurden die 350 Zuschauer im Papenburger Kolpinghaus deswegen keineswegs. Es ist die enorme Bandbreite an Musikstilen, mit der Ugly Kid Joe schon damals die Fans begeistert hat und mit der die US-Amerikaner noch immer überzeugen. Langsamere Stücke mit Funky-Einflüssen wie „Cats in the Cradle“ oder „Everything About You“, den sie ganz zum Ende ihres fast zweistündigen Auftritts in Papenburg präsentierten, sowie schnellere Nummern wie „Neighbor“ und andere mit Hardrock- und Heavy-Metal-Klängen sorgten für eine spannende Mischung. 

"Die Jungs sind richtig gut drauf, es macht großen Spaß", sagte Roland Averdung von der Papenburg Marketing Gesellschaft (PMG), der die Band in die Fehnstadt geholt hatte.

Legte vor 350 Zuschauern einen soliden Auftritt im Kolpinghaus Papenburg hin: die Hard-Rock-Band Ugly Kid Joe. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Zwischendurch gab es immer wieder kurze Unterhaltungen mit dem Publikum. "Ihr habt hier auch große Schiffe, richtig?" rief Klaus Eichstadt den Besuchern auf deutsch zu. Eichstadts Vater stammt aus Kiel, wie er verriet. Da verwundert es nicht, dass sich der Gitarist, den Sänger Whitfield Crane als den "Chef-Songwriter" bezeichnete, mit großen Schiffen auskennt. 

Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Crane selbst sorgte für einen besonderen Moment des Abends. Als ein junger Sicherheitsmann, der vor der Bühne für Ordnung sorgen sollte, einen vor der Bühne etwas zu wild feiernden Gast nach draußen beordern wollte, verhinderte der Sänger dies mit einem energischen verbalen Eingriff in die Szenerie. "Wir sind doch alle nur hier, um Spaß zu haben, Rockmusik zu hören und Bier zu trinken", rief der 50-Jährige beiden zu und forderte sie auf, sich die Hand zu geben, was sie dann auch taten. Der Besucher durfte im Saal bleiben.

Den Abend eingeleitet hatten ab 20 Uhr die Vorbands „Yellowcake“ und „Haggard Cat“ ein. Gegen Ende des Abends kamen alle Bands auf die Bühne und coverten zusammen den Motörhead-Klassiker „Ace of Spades“. "Heiß und laut war es, aber mega gut", fasste ein Zuschauer treffend zusammen.

Das Kolpinghaus in Papenburg war beim Auftritt von Ugly Kid Joe mit 350 Besuchern ausverkauft. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper


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