Leider kein Bild vorhanden
13.09.2018, 17:19 Uhr EIN KOMMENTAR

Der Ibuprofen-Mangel im Emsland darf nicht die Patienten treffen


Die Ibuprofen-Knappheit trifft auch das nördliche Emsland. Foto: Katharina PreuthDie Ibuprofen-Knappheit trifft auch das nördliche Emsland. Foto: Katharina Preuth

Papenburg. Erneut ist es zu einem Lieferengpass des Schmerzmittels Ibuprofen gekommen. Apotheken im nördlichen Emsland haben teilweise große Vorräte angelegt, doch das kann nicht die Lösung sein. Ibuprofen muss für den Markt ausreichend produziert werden. Ein Kommentar.

Menschen mit chronischen Schmerzen haben nicht selten die ganze Palette der schmerzstillenden Medikamente durch. Und wenn sie auf der Suche nach etwas Erleichterung festgestellt haben, dass Ibuprofen für sie am besten wirkt, dann kann nicht von ihnen verlangt werden, dass sie den Wirkstoff wechseln. Und auch diejenigen, die nur gelegentlich zu Ibuprofen greifen, müssen versorgt sein.

Zwar will BASF, einer von weltweit sechs Herstellern, im Jahr 2021 ein neues Werk in Ludwigshafen eröffnen, doch es bleibt zweifelhaft, ob der neue Standort den Bedarf decken kann, wenn die Nachfrage weiterhin steigt. Für die Produzenten ist die Herstellung des Medikaments aufgrund des geringen Verkaufspreises nicht attraktiv genug. Doch Schmerzpatienten ist nur schwer vermittelbar, dass letztlich das Geld entscheidet, wie es ihnen gesundheitlich geht.


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN