Sonderzug mit 740 Passagieren Papenburg historisch unter Dampf

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Mit dieser Dampflok kamen 740 Fahrgäste in einem Sonderzug nach Papenburg. Foto: Stadt PapenburgMit dieser Dampflok kamen 740 Fahrgäste in einem Sonderzug nach Papenburg. Foto: Stadt Papenburg

Papenburg Schätzungsweise 50.000 Besucher sind am vergangenen Wochenende beim Papenburger Hafenfest gewesen. Allein 740 reisten in einem historischen Dampfzug an.

Papenburg unter Dampf: Nostalgische Atmosphäre versprühte die Westfalendampfbahn, die am Samstag kurz nach der Taufe eines Elektrotriebzuges der Westfalenbahn in den Bahnhof der Fehnstadt einfuhr. Auf diese Weise ergab sich sozusagen eine Begegnung der Zug-Generationen.

Mehrstündiger Aufenthalt

Wie Anna-Maria Schnieders von der Papenburg Marketing GmbH auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte, war die Westfalendampfbahn mit 740 Fahrgästen angekommen. Für Papenburg sei ein Aufenthalt von zwei bis drei Stunden eingeplant gewesen, damit die Gäste das Hafenfest besuchen, einen Stadtbummel unternehmen sowie die Geschäfte beziehungsweise die Gastronomie aufsuchen konnten. Für alle Gäste hatte die PMG zudem eine Besichtigung der Meyer Werft gebucht, an deren Ausrüstungskai derzeit das Kreuzfahrtschiff „Aidanova“ liegt, das voraussichtlich am ersten Oktoberwochenende seine Emspassage antritt.

Mit Werftbesichtigung

Wie Schnieders weiter mitteilte, kommen pro Jahr bis zu zehn solcher Sonderzuggruppen nach Papenburg. Die PMG sei für die Planung mit Bustransfer vom Bahnhof zur Meyer Werft und der Betreuereinteilung für die Gruppen betraut. Die historischen Dampfzüge locken jedes Mal auch Schaulustige an.

Hinter der Sonderfahrt vom vergangenen Wochenende steckt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Westfalendampf mit Sitz in Emsdetten. Die AG hat vor 25 Jahren ihre erste Fahrt organisiert. Seit dem Jahr 2000 ist sie nach eigenen Angaben mit historischen Sonderzügen unterwegs. Während in den ersten Jahren eines regelmäßigen Dampfbetriebes der Schwerpunkt auf kurze Fahrten mit „urigen Donnerbüchsenzügen“ gelegen habe, setzten die Eisenbahnfreunde heute überwiegend Schnellzugdampfloks vor ihre Sonderzüge ein. Mit den Fahrgeldeinnahmen unterstützt die Arbeitsgemeinschaft befreundete Eisenbahnvereine bei der Unterhaltung der Loks.

„Noch lange kein Auslaufmodell“

Für die Leiterin der städtischen Agentur für Wirtschaftsförderung, Sabrina Wendt, war die Ankunft des Dampfzuges nach der Westfalenbahn-Taufe ein besonderes Ereignis. „Das hat auch noch einmal symbolisch gezeigt, wie lang die Historie der Schienen-Mobilität bereits ist und zugleich, dass diese Art der Fortbewegung noch lange kein Auslaufmodell ist“, erklärte Wendt in einer Pressemitteilung. Wendt zeigte sich erfreut, dass die Stadt die Taufe mit dem Hafenfest und der Aktion Stadtradeln habe verbinden können. Gerade das Stadtradeln – die Vertreter der Stadt waren vom Rathaus zum Bahnhof geradelt – solle den den Blick auf alternative Mobilitätslösungen abseits des Autos lenken. Wendt: „Die Kombination von Rad und Bahn kann an vielen Stellen die Nutzung des Autos ersetzen.“


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