Meyer Werft nennt Datum Termin für Überführung der „AIDAnova“ 2018 steht fest

Von Christoph Assies, 13.09.2018, 08:11 Uhr
Noch bis Anfang Oktober liegt die „AIDAnova“ am Ausrüstungskai der Meyer Werft in Papenburg. Dann soll die Emsüberführung folgen. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Die Papenburger Meyer Werft hat bekannt gegeben, wann das Kreuzfahrtschiff „AIDAnova“ voraussichtlich über die Ems in die Nordsee überführt wird. Es wird nicht an einem Wochenende passieren.

Los geht es am Montag, 8. Oktober 2018 um 7 Uhr. Das hat die Werft am Donnerstag mitgeteilt. 

(Update vom 4. Oktober 2018: Termin für Überführung der AIDAnova steht fest)

Wie Werftsprecher Günther Kolbe auf Nachfrage unserer Redaktion erklärte, sei der Termin vorbehaltlich der Wind- und Wetterlage.

Mit dem nun bekannt gegebenen Termin steht die Überführung des 337 Meter langen Kreuzfahrtschiffes für die Rostocker Reederei AIDA Cruises zwei Wochen später an, als sie zunächst Ende Juli vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) eingegrenzt wurde. Die Behörde hatte ab Samstag, 22. September 2018 Schiffseigentümer auf Sperrungen „aus Gründen einer Schiffsüberführung“ hingewiesen. Danach war als Termin das Wochenende 6./7. Oktober genannt worden. Diese Hoffnung von Freunden des "Schiffeguckens", die von weiter weg anreisen, hat sich nun zerschlagen.

Termin für Überführung ist abhängig vom Wind

Wann genau ein Schiff der Meyer Werft die Fahrt über die Ems in Richtung Nordsee antritt, legt ein Gremium aus Vertretern mehrerer Behörden und der Meyer Werft immer kurzfristig fest. Die Terminierung ist unter anderem abhängig vom Wetter, der Wind darf beispielsweise nicht zu kräftig sein, damit sich das Luxusschiff nicht zu sehr aufschaukelt. Aber auch die Tiden (Ebbe und Flut) in der Nordsee und einigen anderen Faktoren sind ausschlaggebend.

Wie in der Vergangenheit auch, wird für die Schiffsüberführung der Wasserstand der Ems oberhalb des Sperrwerks bis Herbrum (Stadt Papenburg) für bis zu 52 Stunden um bis zu 2,70 Meter über dem normalen Pegel (Normalnullhöhe/NHN) aufgestaut. Gemessen wird das vom Pegel in Gandersum.

Erprobungen mit Gas laufen auf „AIDAnova“ an

Unterdessen laufen auf der Meyer Werft nach Angaben von Kolbe die Erprobungen mit Gas für den Schiffsantrieb an. Die „AIDAnova“ ist das weltweit erste Kreuzfahrtschiff, das mit Flüssigerdgas (LNG) betrieben werden kann. Der Großteil der Erprobungen geht an der Werft jedoch nur mit gasförmigem Erdgas über die Bühne. Die erste Versorgung mit Gas am Werftkai geschieht über eine am Ausrüstungskai installierte Anlage. Lkw liefern das Gas auf der Werft an. Es wird bei der Erprobung im Werfthafen nicht in den Tanks des Schiffes gebunkert, sondern über Rohrleitungen von der LNG-Anlage direkt zum Boiler und den Motoren auf der „AIDAnova“ geleitet.

Keine Genehmigung für LNG-Betrieb in Deutschland

Grund für die Test mit gasförmigem Gas sind fehlende Genehmigungen für das Bebunkern mit LNG in Deutschland. Deshalb tritt die „AIDAnova“ die Emsüberführung Kolbe zufolge auch mit Marinediesel an.

Nach jetzigem Stand wird im niederländischen Eemshaven nach Informationen unserer Redaktion am 13. Oktober 2018 das erste Mal LNG an Bord der „AIDAnova“ genommen. Die vier Motoren stoßen dann keinen Schwefel, keinen Feinstaub und nur noch geringe Mengen Stickoxid aus.

Die „AIDAnova“ ist das erste Schiff einer Serie von derzeit neun LNG-Kreuzfahrtschiffen, die der AIDA-Mutterkonzern Carnival Corporation bei der Meyer-Werften-Gruppe bestellt hat. Bei Meyer Turku entsteht aktuell die „Costa Smeralda“ für die italienische Marke Costa Crociere. Sie feiert ihre Premiere im Oktober 2019. Im Frühjahr 2020 soll die „Iona“ für die britische Carnival-Marke P&O Cruises abgeliefert werden. Die „AIDAnova“ bekommt zwei baugleiche Schwesterschiffe, die im Frühjahr 2021 und im Frühjahr 2023 von der Meyer Werft übergeben werden.

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