7600 Euro für Wasserversorgung Papenburger Rotarier helfen weiter auf Philippinen

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Scheckübergabe (von links): Thomas Mrosk, Diether Schenkel, Agnes Schenkel, Frank Schmelzer, Rudolf Abrams und Veit Blank. Im Hintergrund sind die Fotos von Patenkindern und das Gebäude des Sozialzentrums zu sehen. Foto: Gerd SchadeScheckübergabe (von links): Thomas Mrosk, Diether Schenkel, Agnes Schenkel, Frank Schmelzer, Rudolf Abrams und Veit Blank. Im Hintergrund sind die Fotos von Patenkindern und das Gebäude des Sozialzentrums zu sehen. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Der Rotary Club (RC) Papenburg setzt seine Unterstützung für ein Hilfsprojekt auf den Philippinen fort. Einen Scheck in Höhe von 7600 Euro überreichten die Rotarier jetzt an Frank Schmelzer vom Pag-asa Social Center in der Stadt Tagatay. Das Sozialprojekt für Kinder aus bedürftigen Familien läuft seit 20 Jahren.

Wie Schmelzer bei der Scheckübergabe erklärte, ist das Geld für zwei Projekte zur Wasserversorgung vorgesehen. Demnach soll mit dem Löwenanteil – rund 5000 Euro – eine Brunnentiefbohrung finanziert werden. Der verbleibende Betrag ist für das Aufbereiten beziehungsweise Auffangen von Regenwasser für die Toilettenspülung vorgesehen. Das Geld haben die Papenburger Rotarier durch den Verkauf von Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt bei Meyers Mühle sowie von Wein beim Stadtfest erlöst.

Brunnen versandet

„Pag-asa“ bedeutet „Hoffnung auf neues Leben“. Das Sozialzentrum für Kinder aus bedürftigen Familien, darunter landlose Bauern, ist von der christlichen Fokolarbewegung gegründet worden. Sie ist Schmelzer zufolge seit den 1970er-Jahren auf den Philippinen aktiv. Die auf einem Vulkankrater gelegene Stadt Tagatay hat gut 60.000 Einwohner und liegt knapp 60 Kilometer südlich der Hauptstadt Manila. Aktuell werde in der Stadt das Wasser knapp, „weil sie rasant, aber unkontrolliert wächst“, wie Schmelzer berichtete. So seien beispielsweise Brunnen versandet.

Begleitung bis zum Ende der Schulzeit

In dem Sozialzentrum werden Mädchen und Jungen im Alter von zwei bis drei Jahren bis zum Ende der High-School-Zeit betreut. Die Kinder werden aber nicht nur (vor-)schulisch begleitet, sondern auch verpflegt und medizinisch versorgt. Unter anderem wurde mithilfe von Spenden aus Deutschland eine Zahnarztpraxis finanziert.

Patenschaft für 350 Euro pro Jahr

Die Familien sind in die Unterstützung eingebunden. Zur Finanzierung haben sich aus dem Projekt heraus Patenschaften entwickelt. Zeitweise waren es nach den Worten Schmelzers, der selbst mehrere Jahre in dem ostasiatischen Inselstaat gelebt hat, und as Hilfsprojekt als sein „Baby“ bezeichnet, bis zu 500. Aktuell seien es etwa 300. Allein 40 wurden über den RC Papenburg, der aktuell selbst 43 Mitglieder zählt, vermittelt. Eine Patenschaft kostet etwa 350 Euro pro Jahr.

Kinder geben als Erwachsene etwas zurück

Der Kontakt zwischen den Papenburger Rotariern und „Pag-asa“ hat sich über die Söhne des Ehepaares Diether und Agnes Schenkel entwickelt, die 2003/04 ein Freiwilliges Soziales Jahr auf den Philippinen absolviert hatten. Schmelzer zufolge hat der RC Papenburg stets ausgesuchte Projekte finanziert. Bezogen auf das Sozialzentrum sei das unter anderem beim Einbau neuer Fenster und der Dacherneuerung der Fall gewesen. „Der Rotary Club hat unwahrscheinlich viel geholfen“, betonte Schmelzer, der die Nachhaltigkeit des Hilfsprojektes hervorhebt. Sichtbares Zeichen dafür sei, dass das Sozialzentrum inzwischen von Einheimischen geführt werde, die dort als Kinder die Hilfe in Anspruch genommen hatten. „Sie geben auf diese Weise etwas zurück“, sagte Schmelzer.


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