Landkreis fordert Vogelgutachten Neubau des NP-Marktes im Kapitänsviertel verzögert sich

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Papenburg. Der Neubau des NP-Supermarktes im Kapitänsviertel in Papenburg verzögert sich um mehrere Monate, mit einer Fertigstellung ist nicht vor 2020 zu rechnen.

Ursprünglich sollte mit dem Bau des 1000 Quadratmeter großen Marktes an der Ecke Mittelkanal / Kapitän-Venema-Straße im Herbst dieses Jahres begonnen werden und im Frühjahr 2018 Eröffnung gefeiert werden. Das zumindest hatte Architekt Holger Brake bei der Mitgliederversammlung des Fördervereins Kapitänsviertel Ende November 2017 gesagt.

Doch dieser Zeitplan hat sich als zu optimistisch erwiesen. „Der Landkreis Emsland hat als Auflage weitere Gutachten gefordert, die eine gewünschte Baugenehmigung auf frühestens Herbst nächsten Jahres schieben werden“, teilte der Inhaber des Planungsbüro Brake jetzt auf Nachfrage der Redaktion mit. Gefordert worden seien Umweltgutachten, sogenannte faunistische Untersuchungen, die einiges an Zeit beanspruchen. „Diese Untersuchungen richten sich unter anderem zeitlich nach den Brut- und Setzzeiten bestimmter Tierarten in diesem Bereich“, so Brake, der im Auftrag des Investors Hoppmann Bau in Wiefelstede tätig ist. Das Unternehmen investiert Brake zufolge rund vier Millionen Euro.

Die Pläne für einen Neubau eines NP-Supermarktes im Kapitänsviertel in Papenburg sind jetzt bei einer Bürgerversammlung vorgestellt worden. Grafik: Planungsbüro Brake

75 Parkplätze vorgesehen

An den NP-Markt, der der derzeit noch an der Straße „Am Vosseberg“ angesiedelt ist, sollen sich ein etwa 150 Quadratmeter großes Café mit Außenterrasse an einer Wasserfläche und drei kleinere Ladenlokale anschließen. Darin sollen dem Architekten zufolge ein Friseur, eine Apotheke und ein Blumenladen einziehen. Für die Kunden aller Geschäfte sind 75 Parkplätze vorgesehen. Die Pläne waren bei den Mitgliedern des Fördervereins auf große Zustimmung gestoßen. Der Bau- und Umweltausschuss der Stadt hatte im Februar die Ausweisung eines Sondergebietes „Großflächiger Einzelhandel“ für das etwa 7000 Quadratmeter große Grundstück beschlossen.

Fördervereins-Vorsitzener reagiert gelassen

Der Vorsitzende des Förderverein Kapitänsviertel, Lukas Kampeling, reagierte auf Anfrage gelassen auf die zeitliche Verzögerung. „Ich habe den Zeitplan bereits im vorigen Jahr für sehr optimistisch gehalten“, sagte Kampeling, der mehr als 25 Jahre im Stadtrat aktiv war und die Abläufe und Fristen bei Änderungen von Flächennutzungs- und Bebauungsplänen bestens kennt. „Entscheidend ist, dass die Bagger irgendwann rollen. Und da bin ich weiterhin sehr optimistisch“, so der Bewohner des Kapitänsviertels. Kampeling hatte bei der Vorstellung der Pläne gesagt: „Wir sind sehr froh, dass endlich richtig Bewegung in die Sache kommt. Ich denke, wir sind uns einig: Das wird eine richtig super Sache.“ Der Förderverein kämpft seit nunmehr mehr als zehn Jahren für den Bau eines Einkaufsmarktes in dem Viertel.


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