24 Verfahren bis Dezember beendet Emsland bei Ausweisung von FFH-Gebieten im Zeitplan

Von Daniel Gonzalez-Tepper, 11.09.2018, 11:21 Uhr
Der Langelt, ein Eichenmischwald nördlich der Gemeinde Vrees auf dem Hümmling, soll als FFH-Gebiet ausgewiesen werden. Foto: Tobias Böckermann

Papenburg/Meppen. Der Landkreis Emsland wird die Ausweisung aller FFH- und EU-Vogelschutzgebiete in seinem Zuständigkeitsbereich bis Ende des Jahres 2018 abschließen.

„Es entstehen hier keine Defizite. Die vorgegebenen Fristen werden von uns eingehalten“, teilte Anja Rohde, Sprecherin des Landkreis Emsland, auf Anfrage mit. In einer überregionalen Berichterstattung der NOZ hatte es Ende August geheißen, dem Land Niedersachsen drohen hohe Bußgeldzahlungen an die EU, weil das Bundesland bei der Ausweisung von Schutzgebieten nach der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH) nicht nachkommt. Die Rede ist von täglich bis zu 800.000 Euro. Niedersachsen werde es als wohl einziges deutsches Bundesland nicht schaffen, bis Ende des Jahres alle 385 versprochenen FFH-Schutzgebiete auszuweisen, hieß es weiter. Im Juli waren immer noch 213 Verfahren offen, 123 davon wollen die Landkreise noch 2018 zum Abschluss bringen, 90 blieben demnach offen. Die EU-Mitgliedsstaaten hatten 1992 die Richtlinie zur Schaffung eines Schutzgebietsnetzes mit dem Namen Natura 2000 selbst beschlossen. Die Frist wurde immer wieder verlängert, zuletzt 2013 auf Ende 2018.

Insgesamt 24 Verfahren im Emsland

Rohde zufolge war der Landkreis Emsland zuständig für insgesamt 24 Verfahren. „Sechs EU-Vogelschutzgebiete sind bereits alle national gesichert. Von 18 FFH-Gebieten sind 14 bereits national gesichert, vier liegen dem Ausschuss für Umwelt und Natur am Mittwoch, 12. September zur vorbereitenden Beschlussfassung vor“, so die Kreissprecherin. Dabei geht es im Einzelnen um das „Langelt“, ein Eichenmischwald nördlich der Gemeinde Vrees, der „Hahnenmoor, Hahlener Moor und Suddenmoor“ südlich von Herzlake, der Gutswald Stovern bei Salzbergen und das Gebiet „Stillgewässer bei Kluse“ in der Samtgemeinde Dörpen.

Veröffentlichung im Amtsblatt bis Jahresende

Ein Landkreisgrenzen überschreitendes FFH-Gebiet werde Rohde zufolge federführend durch den Landkreis Cloppenburg bearbeitet. „Hier gilt es, einen zustimmenden Beschluss zu fassen“, so die Kreissprecherin. Der Kreistag werde dann in seiner Sitzung am 24. September bei allen fünf noch offenen Fällen die „finale Entscheidung treffen“. Wenn die Gremien den Plänen zustimmen, sei der letzte formale Schritt Rohde zufolge dann noch die Veröffentlichung im Amtsblatt, die bis Jahresende erfolgen werde.

Sehen Sie nicht den vollständigen Artikel? Klicken Sie hier für die erweiterte Darstellung. »

Jetzt anmelden, um mehr zu lesen
Jetzt DigitalBasis bestellen
Service
Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN

Allgemeine Geschäftsbedingungen | Kundeninformationen | Datenschutzerklärung | Impressum | Kontakt | Mediadaten | Onlinewerbung

Weitere Angebote, Partner und Unternehmen der NOZ MEDIEN