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11.09.2018, 06:17 Uhr KOMMENTAR

Verkehrsprävention in Papenburg: Nur nicht schonen

Kommentar von Gerd Schade

Schilderungen grässlicher Verkehrsunglücke und ihrer Folgen durch Einsatzkräfte, Unfallverursacher, Opfer und Angehörige sind Gegenstand der Ausstellung. Foto: Gerd SchadeSchilderungen grässlicher Verkehrsunglücke und ihrer Folgen durch Einsatzkräfte, Unfallverursacher, Opfer und Angehörige sind Gegenstand der Ausstellung. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Beim Verkehrspräventionsprojekt „Abgefahren – wie krass ist das denn?“, das jetzt auch in Papenburg durch eine Ausstellung verstärkt wird, werden die Teilnehmer bewusst nicht geschont. Richtig so. Ein Kommentar.

Samthandschuhe? Nein, Danke. Bei den Schilderungen grässlicher Verkehrsunglücke und ihren Folgen durch Einsatzkräfte, Unfallverursacher, Opfer und Angehörige werden die Teilnehmer des Verkehrspräventionsprojektes „Abgefahren – wie krass ist das denn?“ nicht geschont. Und das ist gut so.

Mögen die Zahlen für das nördliche Emsland mit zuletzt „nur“ vier Unfalltoten derzeit noch so niedrig sein: Jeder ist einer zu viel. Und manchmal entscheidet nur der Zufall darüber, ob jemand schwer verletzt wird oder stirbt. Wenn also durch das Projekt nur ein Menschenleben auf den Straßen in der Region gerettet werden kann, ist Großes erreicht.

Fakt ist, dass jeder vierte aller tödlichen Verkehrsunfälle von jungen Fahranfängern verursacht wird. Hauptrisikofaktoren sind Unerfahrenheit, Alkoholkonsum und Übermut. Das Projekt schafft ein Bewusstsein für Leid und Trauer. Samthandschuhe sind dabei nicht zu gebrauchen.


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