Kommentar Zum Kulturamtsstreit in Papenburg: Unerträglich

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Im Frühjahr 2017 hat Bürgermeister Jan Peter Bechtluft Marco Malorny die Leitung des Fachbereichs Kultur entzogen. Symbolfoto: Stadt Papenburg/ArchivIm Frühjahr 2017 hat Bürgermeister Jan Peter Bechtluft Marco Malorny die Leitung des Fachbereichs Kultur entzogen. Symbolfoto: Stadt Papenburg/Archiv

Papenburg. Der Streit um eine Broschüre für Gut Altenkamp hat das quälende Personal- und Kompetenzgerangel in der Papenburger Kultur offenbart. Damit muss endlich Schluss sein. Ein Kommentar.

Wie beschämend und – schlimmer noch – in der Außenwirkung katastrophal: Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, welchen Stellenwert der frühere Leiter des Fachbereichs Papenburg Kultur, Marco Malorny, nach seiner Absetzung durch Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) im Frühjahr 2017 innerhalb des Rathauses genießt – die jüngste Sitzung des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Kultur hat ihn geliefert.

Mit seinem Kunstführer-Konzept für Gut Altenkamp haben die Kommunalpolitiker Malorny sehenden Auges voll auflaufen lassen und mit massiver Kritik überzogen. War das in aller Öffentlichkeit nötig? Und: Welches Licht wirft diese Vorgehensweise hinter Kulissen der Kulturarbeit im Rathaus?

Fest steht: Das Personal- und Kompetenzgerangel im Bereich Kultur ist einfach nur noch unerträglich. Es begann mit Malornys Kaltstellen und Abschieben auf einen anderen Posten und setzte sich über das vom Bürgermeister geplante, dann aber geplatzte Umorganisieren mehrerer Fachbereiche fort. Der Grund: Die CDU mochte nicht mitspielen. Hinzu kommt ein quälend lähmender arbeitsrechtlicher Streit. Der Ausgang ist offen.

Ein Happy End kann es schon lange nicht mehr geben, Gewinner ohne Schrammen erst recht nicht. Ein Zusammenraufen der Beteiligten erscheint unmöglich. Und doch: So darf es nicht weitergehen.


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