2019 wohl über 4000 Meyer Werft-Gruppe steigert Zahl der Beschäftigten auf 3929

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Die Meyer Werft-Gruppe hat die Zahl der festangestellten Mitarbeiter innerhalb eines Jahres um 99 auf derzeit 3929 Beschäftigte gesteigert. Foto: Daniel Gonzalez-TepperDie Meyer Werft-Gruppe hat die Zahl der festangestellten Mitarbeiter innerhalb eines Jahres um 99 auf derzeit 3929 Beschäftigte gesteigert. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Die Meyer Werft-Gruppe hat die Zahl der festangestellten Beschäftigten innerhalb eines Jahres um gut 100 auf 3929 gesteigert. Betriebsrats-Vorsitzender Nico Bloem geht für 2019 von einer Steigerung auf mehr als 4000 aus.

Bloem war am Donnerstag zu Gast auf der SMM, der internationalen Schiffbau- und Zulieferermesse in Hamburg. Dort stellte die IG Metall Küste die Ergebnisse der 27. Schiffbauumfrage vor, an der sich Betriebsräte von 39 Werften und 14 Zulieferbetrieben beteiligten.

Die Zahl der Beschäftigten auf den befragten Werften insgesamt ist demnach gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Prozent auf 16.900 gestiegen. Die Meyer Werft-Gruppe liegt mit einem Zuwachs von 99 Beschäftigten, nämlich von 3830 im Jahr 2017 auf 3929 in diesem Jahr, bei einem Plus von 2,6 Prozent. Zu der Gruppe gehört neben dem Stammsitz in Papenburg die Neptun-Werft in Rostock. Weil derzeit intern wie extern gut 100 Stellen ausgeschrieben seien, geht Bloem von einem Überspringen der 4000-Mitarbeiter-Marke im kommenden Jahr aus, wie der Betriebsratsvorsitzende im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilte.

Mehr als 3000 Leih- und Werkvertragsarbeiter

Auch wenn der Zuwachs an angestellten Mitarbeitern gut sei, betonte Bloem: „Das reicht uns nicht.“ Die Gruppe beschäftige weiterhin mehr als 3000 Leih- und Werkvertragarbeiter, die beim Bau der Kreuzfahrtschiffe helfe. Ohne sie gehe es nicht, so Bloem, aber: „Wir müssen Know-how insbesondere im Bereich Schiffbau und Schweißtechnik im Unternehmen halten.“ Der Betriebsratsvorsitzende nannte die gute Auftragslage der Meyer Werft, die über Aufträge bis ins Jahr 2023 verfügt. Meinhard Geiken, Bezirksleiter der IG Metall Küste, sagte zum Thema Fremdbeschäftigte: „Wenn auf jeden Stammbeschäftigten ein Werkvertragsarbeiter kommt, stimmt etwas nicht.“ Über alle befragten Werften hinweg gesehen liegt der Anteil an Leiharbeit bei 12,1 Prozent, viermal so hoch wie im Durchschnitt der gesamten Wirtschaft.

Niedrige Ausbildungsquote

Kritik gab es von der Gewerkschaft auch an der Zahl der Ausbildungsplätze. „Mit 6,2 Prozent ist die Ausbildungsquote auf den niedrigsten Wert seit mehr als zehn Jahren gefallen“, erklärte Geiken. Für die Meyer Werft sagte Nico Bloem dazu: „Derzeit werden bei uns etwa 230 junge Menschen ausgebildet. Auch hier geht aus meiner Sicht mehr. Wichtig ist aber, dass überhaupt Azubis eingestellt werden.“ Nach Angaben der IG Metall liegt die Übernahmequote von Auszubildenden in der Werftindustrie 2018 bei 100 Prozent.


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