Stadt hofft auf Erfolgsstory Papenburg will Kooperation mit Uni Groningen fortsetzen

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Führende Köpfe der Uni-Zweigstelle in Papenburg sind Direktor Harald Orfgen (links) und sein Stellvertreter Peter van Kampen. Foto: Gerd Schade/ArchivFührende Köpfe der Uni-Zweigstelle in Papenburg sind Direktor Harald Orfgen (links) und sein Stellvertreter Peter van Kampen. Foto: Gerd Schade/Archiv

Papenburg. Der Papenburger Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, die Kooperation mit der Universität Groningen in den kommenden drei Jahren fortzusetzen. Dafür soll die Stadt 2019, 2020 und 2021 jeweils 5500 Euro zur Verfügung. Das Geld ist für die Arbeit der Uni-Außenstelle Papenburg/Dörpen vorgesehen.

Deren stellvertretender Direktor Peter van Kampen warb in der Ausschusssitzung am Dienstag eindringlich für die Zusammenarbeit zwischen Hochschule und Region. „Wir sind Ansprechpartner für alle akademischen Themen“, sagte van Kampen. Eine Kooperation sei nicht zuletzt eine Chance für das Finden und Binden von Fachkräften in Unternehmen in Papenburg und der Samtgemeinde (SG) – beispielsweise durch Praxissemester von Studenten in Betrieben. Von dem Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis könnten beide Seiten profitieren.

Van Kampen, der die Uni Groningen als eine der besten der Welt herausstellte, lenkte den Blick in diesem Zusammenhang auf die inzwischen mehr als 100 Studierenden der Medizinischen Fakultät aus Groningen, die mehrmonatige Praktika im Marien-Hospital in Papenburg absolviert haben. Dahinter steckt das Bestreben, Mediziner nach Studienabschluss für eine ärztliche Tätigkeit in der Region zu gewinnen.

Ausschussvorsitzender Burkhard Remmers (CDU) zeigte sich angetan von den Möglichkeiten, die die Uni-Zweigstelle biete. „Wir hoffen, dass das erst der Anfang zu einer Erfolgsstory wird“, sagte Remmers. SPD-Ausschussmitglied Peter Raske sprach von einer Bereicherung für den Standort Papenburg.

Für die Uni-Zweigstelle gibt es einen Beirat, dem außer den Bürgermeistern von Papenburg und der SG Dörpen Vertreter von Unternehmen und der Ems-Dollart-Region angehören. Inhaltliche Schwerpunktthemen sind bislang außer dem Gesundheitssektor die Bereiche Technik (vor allem Metall und Maschinenbau), Energie, Mobilität und Logistik. Nach Einschätzung der städtischen Wirtschaftsförderin Sabrina Wendt sind bereits „beachtliche Verbindungen“ in die Wirtschaft in Papenburg und Dörpen entstanden – außer zur Meyer Werft und zu UPM Nordland Papier auch zu kleineren und mittelständischen Unternehmen.


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