Vorschläge der Verwaltung „Steinwüsten“: Papenburg für Hecken statt Zäune

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In den Bebauungsplänen in Papenburg soll festgesetzt werden, dass zu Straßen und Gehwegen hin versiegelte Flächen wie Garagenzufahrten und Hauseingänge eine Breite von fünf Metern nicht überschreiten dürfen. Die Verwaltung will damit den Trend von „Steinwüsten“ eindämmen. Foto: Michael Sterk/ArchivIn den Bebauungsplänen in Papenburg soll festgesetzt werden, dass zu Straßen und Gehwegen hin versiegelte Flächen wie Garagenzufahrten und Hauseingänge eine Breite von fünf Metern nicht überschreiten dürfen. Die Verwaltung will damit den Trend von „Steinwüsten“ eindämmen. Foto: Michael Sterk/Archiv

Papenburg. Die Mitglieder des Papenburger Bauausschusses haben sich einstimmig für Vorschläge der Verwaltung ausgesprochen, wie der Trend sogenannter „Steinwüsten“ in Vorgärten im Stadtgebiet eingedämmt werden kann. Vorausgegangen war ein Antrag der UWG-Fraktion.

Wie deren Mitglied Norbert Kramer betonte, wolle man in Papenburg die Blumenschau und nehme auch am Wettbewerb „Entente Florale“ teil, der Trend von immer mehr Steingärten zeige das aber nicht.

Stadtplanerin Silvia Sandmann erklärte, dass Grundstückseinfriedungen in künftigen Neubausiedlungen, wie in dem Gebiet zwischen Bethlehem und Splitting, künftig nur noch mit Hecken errichtet werden dürften. „Gerade bei der Einfriedung von Grundstücken sehen wir immer mehr Stahlgitterzäune mit Plastiksichtschutz. Das wird mit der Zeit nicht schöner“, so Sandmann.

Aufklärung betreiben

Es gehe nicht darum, exakt vorzuschreiben, wie Bürger ihre Vorgärten anzulegen hätten. „Das ist auch gar nicht kontrollierbar“, erklärte Sandmann. Vielmehr wolle man seitens der Verwaltung Aufklärung betreiben. „Unter anderem mit der Ausstellung ,Naturnaher Garten‘, die im Stadtpark zu sehen ist“, so die Stadtplanerin. Auch Vorgartenwettbewerbe wie zur Landesgartenschau im Jahr 2014 seien denkbar.

Gegen eine Bevormundung der Hauseigentümer durch die Stadt bei der Gestaltung ihrer Anlagen ist die Fraktion des Unabhängigen Bürgerforums (UBF). „Wir setzen auf freiwilliges Mitwirken“, so UBF-Fraktionsvorsitzender Gerd Schipmann in einer Pressemitteilung. Bei der Bautätigkeit in der Stadt würden immer mehr Flächen versiegelt und der Lebensraum der Insekten immer mehr eingeschränkt. Es sei notwendig, diesem Trend entgegenzuwirken.

Pflanzkästen an Hausbesitzer verleihen

Schipmann verweist auf das Modellprojekt „Bienen und Beton“, mit dem sich der Verein „Service für Entwicklungszusammenarbeit“ und der Imkerverein zusammen an die Stadt gewandt hatten. In dem Projekt von Ehrenbürgermeister Heinrich Hövelmann sollen Pflanzkästen angefertigt werden, in denen Blühmischungen als Insekten- und Bienennahrung ausgesät werden. Die Kästen können an Haus- und Ladenbesitzer oder die Stadt vermietet werden.


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