Zwei Bauvorhaben auf den Weg gebracht Bauausschuss stimmt für Innenverdichtung in Papenburg

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Zwei Gebäude mit je sechs Wohneinheiten sind auf dieser Fläche an der Moorstraße geplant. Foto: Christoph AssiesZwei Gebäude mit je sechs Wohneinheiten sind auf dieser Fläche an der Moorstraße geplant. Foto: Christoph Assies

Papenburg. In gleich zwei Fällen haben sich die Mitglieder des Papenburger Bauausschusses mit der Innenverdichtung für Wohnraum im Stadtgebiet beschäftigt, über das Schließen von Baulücken diskutiert und mit großer Mehrheit zwei Vorhaben auf den Weg gebracht.

Nach der Überarbeitung von Plänen eines privaten Investors für die Bebauung einer Fläche zwischen der Russellstraße und der Hermann-Brandi-Straße ist der Weg nun frei für den Bau von zwei Reihenhausblöcken mit jeweils drei Häusern. Sie sollen im Garten eines Grundstückes entstehen. Eine Zufahrt ist von der Russellstraße vorgesehen.

Damit sich der Bau, der ursprünglich zwei Mehrfamilienhäuser mit je zwei Vollgeschossen und Flachdach vorsah und im August vergangenen Jahres vom Bauausschuss abgelehnt worden war, in die Umgebung einfügt, werden die Häuser nun mit Satteldach und einer maximalen Höhe von 10,50 Meter errichtet.

Stadtplanerin Silvia Sandmann verwies in ihrem Vortrag auf den Demografiebericht der Stadt Papenburg, der prognostiziert, dass am Untenende mit der stärksten Bevölkerungszunahme gerechnet wird. Aus dem Wohnraumversorgungskonzept werde zudem die Empfehlung ausgesprochen, künftig eine flächensparende Bauweise zu forcieren und kompakte, familiengerechte Wohnformen zu realisieren. „Dieser Empfehlung wird mit dem Projekt in der Weise Rechnung getragen, dass eine Nachverdichtung in zentraler Lage mit Reihenhäusern geplant ist, heißt es dazu auch in der entsprechenden Sitzungsvorlage.

Andreas Eissing (CDU) war „nicht überzeugt davon, dass es sinnvoll ist, die wenigen großen Gärten, die es in Papenburg noch gibt, zu bebauen“. Er begrüße, dass viel dafür getan worden sei, das Vorhaben zu verkleinern, könne aber dennoch nicht zustimmen. Der neue CDU-Fraktionsvorsitzende Pascal Albers sprach hingegen von einer „guten Möglichkeit für Innenverdichtung“. Wenn man das Wohnraumversorgungskonzept für Papenburg ernst nehmen wolle, müsse man das Vorhaben möglich machen, so Albers.

Ebenfalls um ein Wohnraumbauvorhaben in der Innenstadt ging es bei der Bebauungsplanänderung „Östlich Heideweg“. Konkret geht es um ein Projekt auf einer Grünfläche an der Ecke Moorstraße / Wacholderweg, wo zwei Gebäude mit jeweils sechs Wohneinheiten geplant sind (wir berichteten). Wie Sandmann erläuterte, würden Anwohner sich mittlerweile anwaltlich vertreten lassen, weil sie Bedenken, insbesondere durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen gegen den Bau hätten.

Die SPD-Abgeordnete Maureen Bamming sah in der notwendigen Änderung des Bebauungsplanes für den Neubau „einen Vertrauensbruch gegenüber den Bürgern“, die dort seinerzeit ein Haus gebaut hätten. „Sie haben das getan, weil der Bebauungsplan eine Grünanlage vorsah“, so Bamming. Heiner Butke (CDU) betonte, dass Baulücken im Sinne des Wohnraumversorgungskonzeptes schon jetzt geschlossen würden. „Das ist notwendig für den Zuzug von Bürgern, auch wenn es für Besitzer von Einfamilienhäusern eine Veränderung bedeutet“, so der stellvertretende Bürgermeister. Das unterstrich auch Markus Schepers (FDP), der auf die bereits genehmigte Kanalbebauung in zweiter Reihe verwies. „Entwicklung heißt auch immer Veränderung“, so Schepers. Bei einer Enthaltung durch Norbert Kramer (UWG) und der Gegenstimme von Marueen Bammig ebneten die Abgeordneten letztlich den Weg für den Bau an der Moorstraße.


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